Bitcoin Insights: Wissen & Updates für Unternehmen & Privatpersonen im Tessin, in der Schweiz
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Wall Street baut Bitcoin-Infrastruktur. Wer weiss, was kommt?
Morgan Stanley hat den Krypto-Handel auf E*Trade in der ersten Hälfte 2026 eingeführt. Charles Schwab hat Spot-Bitcoin-Trading mit bankinterner Verwahrung lanciert. Goldman Sachs hat im April 2026 seinen ersten Bitcoin-ETF eingereicht. JPMorgan hat im Dezember 2025 mit der Exploration von institutionellem Krypto-Handel begonnen. Fidelity hat im Februar 2026 die Genehmigung des OCC – des amerikanischen Bankenregulators – für die bankenrechtliche Krypto-Verwahrung erhalten.
Die grössten amerikanischen Banken bauen Bitcoin-Infrastruktur – auch während der Preis fällt. BlackRock und Fidelity halten zusammen rund 970'000 Bitcoin in ihren Spot-ETFs. Die 11 US-Spot-ETFs halten zusammen rund 1,2 bis 1,3 Millionen Bitcoin. Und der amerikanische Staat hält 328'372 Bitcoin in der Strategic Reserve – dauerhaft per Executive Order.
Der Preis befindet sich auf dem tiefsten Stand seit Monaten. Die Angst ist auf dem Höchststand. Und die grössten Banken der Welt bauen die Infrastruktur, um Bitcoin zu ihren Kunden zu bringen. Wer kauft, wenn alle verkaufen? Historisch gesehen: wer weiss, was kommt.
Was das konkret bedeutet und warum dieser Moment strukturell anders ist als alle vorherigen – lesen Sie im vollständigen Artikel.
Bitcoin fällt 24,5 %. Firmen-Bestände auf Rekordhoch. Was stimmt nicht?
In den letzten zwei Wochen sprachen die Schlagzeilen von 5,6 Milliarden Dollar Abflüssen aus Bitcoin-ETFs. Der Preis fiel in einem Monat um über 24,5 %. Die dominante Erzählung: Institutionen verkaufen, das Vertrauen bricht ein, die Korrektur ist erst der Anfang.
Die Daten erzählen eine andere Geschichte. Laut Newhedge halten die 11 US-amerikanischen Spot-ETFs heute rund 1,69 Millionen Bitcoin – und die realen Abflüsse in Bitcoin betragen rund 3,5 bis 4 % des Gesamtportfolios über 13 Abflusstage. Das ist kein struktureller Kollaps. Es ist eine normale Korrektur, verstärkt durch die Mathematik der Dollarzahlen.
Währenddessen akkumulieren börsennotierte und private Unternehmen weiter. Die 198 börsennotierten Unternehmen weltweit halten heute 1'242'860 Bitcoin – ein Wachstum von 2,4 % in den letzten 30 Tagen trotz des Preisrückgangs. Der institutionelle Gesamtbestand wächst auch wenn der Preis fällt. Das passiert nicht bei spekulativen Assets.
Der Markt verkauft in Dollar. Die Institutionen halten in Bitcoin. Der Unterschied ist nicht technisch. Er ist eine Frage des Zeithorizonts.
Was die realen Zahlen bedeuten, warum Dollartitel die Realität verzerren – und was die österreichische Schule über den Unterschied zwischen Preis und Wert sagt – lesen Sie im vollständigen Artikel.
Private Firmen kaufen am meisten Bitcoin: Die unterschätzte Kategorie
Seit März 2026 – als Bitcoin nach dem Jahrestief vom 5. Februar bei rund 61'000 Dollar die ersten institutionellen Käufer anzog – lässt sich eine strukturelle Verschiebung in der Bitcoin-Nachfragebasis in Zahlen fassen. Öffentliche Unternehmen hielten Anfang März rund 1'075'000 Bitcoin. Heute sind es 1'244'672 Bitcoin – ein Zuwachs von rund 170'000 Bitcoin in zwölf Wochen.
Die letzten 33 Tage zeigen dasselbe Bild noch präziser: ETFs gaben 15'355 Bitcoin ab. Öffentliche Unternehmen akkumulierten 33'352 Bitcoin. Private Firmen – die am wenigsten beachtete Kategorie – wuchsen um 10'488 Bitcoin, den stärksten prozentualen Zuwachs aller Kategorien mit plus 3,6 %. Der Gesamtbestand aller institutionellen Halter stieg um 28'393 Bitcoin.
ETF-Abflüsse werden durch Unternehmenskäufe vollständig kompensiert – und überkompensiert. Der Treiber des Bitcoin-Marktes hat gewechselt. Nicht mehr ETF-Flows. Unternehmensbilanzen.
Was das strukturell bedeutet, warum private Firmen die interessanteste Kategorie sind – und was die österreichische Schule dazu sagt – lesen Sie im vollständigen Artikel.
Bitcoin April 2026: 215 Mining-Tage absorbiert in einem Monat – ist das der Angebotsschock?
Die Zahlen für April 2026 sind historisch. US-Spot-Bitcoin-ETFs absorbierten rund 32'000 Bitcoin – der stärkste Monat des Jahres, fast das Doppelte der März-Zuflüsse. Globale öffentliche Treasury-Unternehmen fügten rund 65'000 Bitcoin hinzu – angeführt von Strategy mit rund 41'000 Bitcoin. Zusammen absorbierten verifizierbare institutionelle Käufer im April rund 97'000 Bitcoin – während die Miner der ganzen Welt in diesem Monat bei aktuellem Halving-Niveau rund 13'500 Bitcoin produzierten.
215 Mining-Tage Produktion – absorbiert in 30 Tagen.
Das sind ausschliesslich öffentlich gemeldete, verifizierbare Zahlen. Private Unternehmen, Staatsfonds, ETFs ausserhalb der USA und weitere Anlagevehikel sind nicht eingerechnet. Die tatsächliche institutionelle Gesamtakkumulation liegt strukturell höher. Die Kernaussage ist konservativ.
Das ist keine abstrakte Statistik. Es ist das präziseste verfügbare Mass für das, was Ökonomen einen Supply Shock nennen: eine Nachfrage, die das neue Angebot um ein Vielfaches übersteigt, strukturell und wiederkehrend. Die österreichische Schule hat diese Dynamik immer beschrieben. Aber sie hatte nie ein Asset, das sie so messbar verkörpert wie Bitcoin im April 2026.
Was das für den Preis, für das verfügbare Angebot und für jeden Privatanleger und Unternehmer konkret bedeutet – und warum der Fear and Greed Index bei 49 Punkten zeigt, dass Retail-FOMO noch nicht einmal begonnen hat – lesen Sie im vollständigen Artikel.
Goldman Sachs betritt den Bitcoin-Markt, die Skepsis von Wall Street ist Geschichte
David Solomon, CEO von Goldman Sachs, sagte 2024 in einem CNBC-Interview, er sehe keinen "real use case" für Bitcoin. Im Februar 2026 gab er zu, persönlich – wenn auch in sehr kleinem Umfang – Bitcoin zu besitzen. Und am 14. April 2026 reichte Goldman Sachs bei der SEC die Dokumente für den Goldman Sachs Bitcoin Premium Income ETF ein – den ersten direkten Bitcoin-Produktvorstoß des Unternehmens in der Geschichte der Bank.
Das ist keine kleine Verschiebung. Goldman Sachs ist keine gewöhnliche Bank. Das Institut verwaltet 3,61 Billionen Dollar an Kundenvermögen – ein Rekord, der Ende 2025 erreicht wurde – und ist eine der einflussreichsten Adressen der globalen Finanzwelt. Wenn Goldman Sachs einen Bitcoin-ETF einreicht, ist das nicht das Ergebnis einer strategischen Wette auf steigende Kurse. Es ist die institutionelle Anerkennung, dass Bitcoin als Anlageklasse nicht länger ignoriert werden kann.
Der Goldman Sachs Bitcoin Premium Income ETF unterscheidet sich deutlich von klassischen Spot-Bitcoin-ETFs. Er hält keinen Bitcoin direkt, sondern investiert primär über bestehende Spot-Bitcoin-ETPs und Optionen auf solche Produkte, um monatliche Erträge zu generieren. Bloomberg-Analyst Eric Balchunas nannte das Produkt "boomer candy" – ein Ertragsinstrument für konservative institutionelle Anleger, die Bitcoin-Exposition wollen, ohne auf laufende Rendite zu verzichten.
Lesen Sie im vollständigen Artikel, was Goldman Sachs' Eintritt für den Markt, für das verfügbare Angebot und für die Zukunft institutioneller Bitcoin-Produkte bedeutet.
Nur 4 % der Bitcoin stehen noch zum Verkauf – der Rest gehört denen, die nicht verkaufen
Was sich an den Bitcoin-Märkten gerade abspielt, lässt sich nicht mit klassischen Finanzwerkzeugen erfassen. Laut aktuellen Daten von Coinglass liegen nominell 2,42 Millionen Bitcoin auf den Krypto-Börsen. Vor einem Jahr waren es noch 3,1 Millionen. In zwölf Monaten sind knapp 700'000 Bitcoin von den Börsen abgeflossen – in ETF-Custody, in institutionelle Verwahrung, in die Wallets von Langzeithaltenden. Ein Rückgang von 22 % in einem Jahr. Von den verbliebenen Beständen sind schätzungsweise 1,0 bis 1,2 Millionen in ETF-Custody gebunden und weitere 0,4 bis 0,6 Millionen in institutioneller Verwahrung. Was wirklich frei handelbar bleibt, sind schätzungsweise 0,5 bis 0,8 Millionen Bitcoin – rund 4 % des gesamten existierenden Angebots.
Während dieses freie Angebot schrumpft, beschleunigt sich die institutionelle Nachfrage in einem Tempo, das historisch beispiellos ist. In einer einzigen Woche haben globale Bitcoin-ETFs zwischen 40'000 und 60'000 Bitcoin absorbiert – das entspricht 90 bis 130 Tagen weltweiter Mining-Produktion, akkumuliert in sieben Tagen. Morgan Stanley hat mit MSBT bereits rund 1'400 Bitcoin seit dem Launch am 8. April akkumuliert. Goldman Sachs hat am 14. April bei der SEC die Dokumente für einen eigenen Bitcoin-ETF eingereicht. Strategy kaufte allein in der Woche vom 14. bis 20. April 34'164 Bitcoin für 2,54 Milliarden Dollar – der grösste Einzelkauf des Unternehmens seit über einem Jahr. Charles Schwab öffnet in wenigen Wochen den direkten Spot-Zugang für 39 Millionen Kunden.
Ein mathematisch fixiertes Angebot trifft auf eine strukturell wachsende institutionelle Nachfrage – in immer kürzeren Zeitfenstern. Die österreichische Ökonomie hat diese Dynamik immer beschrieben. Sie hat nur nie ein Asset gehabt, das sie so präzise verkörpert wie Bitcoin. Was das in der Praxis bedeutet und warum die Geschwindigkeit dieser Entwicklung der entscheidende Faktor ist, lesen Sie im vollständigen Artikel.
Charles Schwab bringt Bitcoin zu 39 Millionen Kunden – und verändert damit die Spielregeln für immer
Was im Januar 2024 mit der Zulassung der ersten Spot-Bitcoin-ETFs durch die SEC begann, nimmt im Frühjahr 2026 eine neue Qualität an. Charles Schwab – einer der größten Retail-Broker der Welt mit 39 Millionen aktiven Brokerage-Konten und rund 12 Billionen Dollar verwaltetem Vermögen – kündigt direkten Spot-Handel mit Bitcoin an. Kein ETF, kein Futures-Produkt, kein Umweg über eine externe Krypto-Börse. Kunden können Bitcoin kaufen und innerhalb des Schwab-Ökosystems halten – neben Aktien und Anleihen, bei einem Anbieter, dem Millionen von Amerikanern seit Jahrzehnten ihr gesamtes Finanzvermögen anvertrauen.
2026 ist das Jahr, in dem Bitcoin endgültig tiefer im traditionellen Finanzsystem ankommt. Japan hat Crypto durch eine Änderung des Financial Instruments and Exchange Act als Finanzinstrument klassifiziert. Morgan Stanley lancierte den günstigsten Spot-Bitcoin-ETF einer US-Großbank. Coinbase erhielt eine bedingte Bankenlizenz, eine OCC-Genehmigung für eine nationale Trust Company. Und nun öffnet Schwab schrittweise den direkten Spot-Zugang für Millionen konservativer Retail-Anleger. Was das bedeutet, lässt sich in einer einzigen Gleichung ausdrücken: steigende Nachfrage trifft auf ein mathematisch fixiertes Angebot von 21 Millionen Bitcoin. Das ist keine Prognose. Das ist Arithmetik.
Es ist jedoch kein Eigentum im Sinne der Selbstverwahrung. Die Verwahrung erfolgt über die Charles Schwab Premier Bank mit Paxos als Sub-Custodian. Der Kunde hält keinen privaten Schlüssel – und beim Launch sind weder Deposits noch Withdrawals möglich. Was Schwab anbietet, ist Bitcoin-Exposition in einem geschlossenen System. „Not your keys, not your coins“ gilt auch hier. Das mindert die Bedeutung dieser Nachricht nicht. Es präzisiert sie – und erklärt, warum der Unterschied zwischen Exposition und echtem Eigentum für jeden Anleger die entscheidende Frage bleibt.
Was das makroökonomisch bedeutet, lesen Sie im vollständigen Artikel.
Morgan Stanley lanciert seinen Bitcoin-ETF mit der niedrigsten Gebühr des Marktes: 0,14 %
Das grösste private Beraternetzwerk der Welt ist offiziell in den Bitcoin-Markt eingetreten. Morgan Stanley hat am 8. April 2026, seinen eigenen Bitcoin-ETF unter dem Namen Morgan Stanley Bitcoin Trust mit dem Ticker MSBT an der NYSE Arca lanciert und ist damit die erste grosse amerikanische Bank, die einen Bitcoin-ETF direkt unter eigenem Namen emittiert. Die Jahresgebühr beträgt 0,14 % – die niedrigste auf dem gesamten Markt: weniger als Grayscale mit 0,15 %, weniger als BlackRock und Fidelity mit je 0,25 %.
Aber der Preis ist nicht die eigentliche Nachricht. Die eigentliche Nachricht ist die Verteilung. Morgan Stanley betreibt ein Netzwerk von 16’000 Finanzberatern, die Vermögen von 6’200 Milliarden Dollar verwalten. Wenn diese Berater beginnen, MSBT ihren Kunden zu empfehlen, wird die Nachfrage nach Bitcoin nicht linear steigen. Sie wird strukturell steigen. Das ist keine Spekulation. Es ist institutionelles Kapital, das endlich ein massgeschneidertes Instrument für das eigene System findet.
All dies geschieht in einem Kontext, den die österreichische Schule der Nationalökonomie mit Präzision vorhergesagt hat: In einem FIAT-Geldsystem, in dem weiches Geld schrittweise an Kaufkraft verliert, suchen Investoren und Institutionen nach Wertreserven, die keine Zentralbank inflationieren kann. Bitcoin mit seinem fixen Angebot von 21 Millionen Einheiten ist genau das: hartes Geld in einem System, das auf weichem Geld aufgebaut ist. Morgan Stanley hat Bitcoin nicht entdeckt. Es hat entschieden, dass es ihn nicht länger ignorieren kann.
Coinbase öffnet die Tore zu Bitcoin: Wenn alle schweigen, kaufen die Klugen
Das amerikanische Finanzsystem hat einen Schritt vollzogen, der vor drei Jahren noch undenkbar gewesen wäre: Coinbase, die größte Kryptobörse der USA, hat am 2. April 2026 vom Office of the Comptroller of the Currency – der amerikanischen Bundesbankaufsicht – die bedingte Genehmigung erhalten, als nationale Trust-Bank zu operieren. Das ist keine regulatorische Feinheit. Es ist eine strukturelle Zäsur.
Was das bedeutet: Pensionsfonds, Versicherungsgesellschaften und Staatsfonds, die bisher aus rechtlichen Gründen keine Bitcoin-Verwahrung bei Coinbase nutzen durften, können es jetzt. Coinbase verwaltet bereits 245 Milliarden Dollar in institutionellen Vermögenswerten und ist offizieller Verwahrstelle für 8 der 11 von der SEC zugelassenen Bitcoin-ETFs – darunter jene von BlackRock und Fidelity. Die US-Regierung selbst vertraut Coinbase die Verwahrung ihrer rund 200.000 beschlagnahmten Bitcoin an, die Trump 2025 zur nationalen strategischen Reserve erklärt hat.
Wer versteht, was eine Bundesbanklizenz in diesem Kontext bedeutet, versteht auch, welche Kapitalströme sich gerade in Bewegung setzen. Institutionelles Kapital bewegt sich langsam – aber wenn es sich bewegt, bewegt es sich in Billionen. Das FIAT-System integriert Bitcoin nicht, weil es will, sondern weil es muss. Und die österreichische Ökonomie hat genau diesen Moment seit Jahrzehnten vorhergesagt: hartes Geld setzt sich durch – nicht durch Revolution, sondern durch strukturelle Überlegenheit.
2025: $3,64 Bio. Transfer-Volumen, +74 % Händler-wachstum, $100 Mrd. in ETFs und 23 Staaten mit Beständen
Die Entwicklungen des Jahres 2025 markieren keine kurzfristige Marktphase, sondern eine strukturelle Verschiebung innerhalb der globalen Kapitalarchitektur. Institutionelle Kapitalbindung nimmt zu, Unternehmen integrieren das Asset zunehmend in ihre Bilanzstruktur, staatliche Akteure treten als Halter auf, und gleichzeitig wächst die reale Nutzung weltweit deutlich.
Messbar wird diese Entwicklung durch dreistellige Milliardenbeträge in regulierten Investmentvehikeln, eine zunehmende Verankerung in Unternehmensbilanzen, staatliche Bestände in zweistelliger Milliardenhöhe sowie ein globales Transfer-Volumen im Billionenbereich. Gleichzeitig verschiebt sich die Eigentumsstruktur – bei weiterhin dominanter privater Basis.
Parallel dazu nähert sich die Angebotsseite einer monetären Endphase. Über 95 % des maximalen Bestands sind bereits emittiert. Die aktuelle Inflationsrate liegt bei rund 1 % und wird sich nach dem nächsten Halving im Jahr 2028 auf etwa 0,4 % reduzieren. Damit unterschreitet die Angebotsausweitung bereits heute die historische Förderrate von Gold von etwa 1,5–2 % pro Jahr – und wird künftig deutlich darunter liegen.
Für professionelle Kapitalverwalter entsteht damit eine seltene Konstellation: steigende globale Nachfrage, institutionelle Integration und staatliche Beteiligung treffen auf eine algorithmisch fixierte Angebotsstruktur ohne Möglichkeit diskretionärer Ausweitung. Projektionen bis 2036 deuten zudem auf eine signifikante Eigentumsrotation zugunsten institutioneller Marktteilnehmer hin.
Bleibt die entscheidende Frage: Welches Asset verbindet institutionelle Integration, staatliche Beteiligung und eine nahezu fixe Angebotsstruktur?
UBS erhöht ihre Bitcoin-Exposition um 300 % – was bedeutet das für Anleger, Investoren und Unternehmen?
UBS, die größte Bank der Schweiz mit rund 7 Billionen US-Dollar verwaltetem Vermögen, hat ihre indirekte Bitcoin-Exposition signifikant ausgeweitet. Über den US-ETF IBIT von BlackRock wurde die Position um rund 300 % erhöht und beläuft sich nun auf etwa 27 Millionen US-Dollar. Zusätzlich wurde die Beteiligung an MicroStrategy (MSTR, oft als Bitcoin-Proxy bezeichnet) um rund 128 % ausgebaut – auf nun ca. 5,76 Millionen Anteile im Wert von etwa 805 Millionen US-Dollar.
Strategy ist ein börsennotiertes US-Unternehmen, das mehrere hunderttausend Bitcoin in der eigenen Bilanz hält und damit faktisch als indirektes Bitcoin-Vehikel fungiert.
In einem globalen Umfeld steigender Staatsverschuldung, struktureller Inflation und fortgesetzter Geldmengenausweitung stehen große Vermögensverwalter vor der Herausforderung, reale Kaufkraft langfristig zu sichern. Die deutliche Erhöhung der Bitcoin-Exposition deutet darauf hin, dass UBS ein strukturell knappes, nicht politisch manipulierbares Gut zunehmend als Diversifikations- und Absicherungsinstrument einordnet.
Welche monetären Risiken in den internen Szenariomodellen großer Banken berücksichtigt werden müssen, wenn ein Asset mit fixer Emissionskurve strategisch aufgestockt wird, ist eine naheliegende Frage. Daraus ergeben sich auch für Anleger, Investoren und Unternehmen Überlegungen zur eigenen Kapitalstruktur: direkte Selbstverwahrung, börsengehandelte Bitcoin-ETFs oder indirekte Partizipation über Strategy-Aktien – jeweils mit eigenem Risikoprofil und strategischer Wirkung.
Bitcoin-Adoption 2026: Globale Verschiebungen zwischen Zahlungsnetz & Wertspeicher
Die weltweite Bitcoin-Adoption ist kein kurzfristiger Trend, sondern Ausdruck einer tiefgreifenden monetären Verschiebung. Während das heutige FIAT-System als weiches Geld auf Kreditexpansion, geldpolitische Steuerung und strukturelle Entwertung der Kaufkraft basiert, wächst global die Nachfrage nach einem monetären Gut mit festen, nicht verhandelbaren Regeln.
Institutionen halten inzwischen über eine Million Bitcoin allein über US-Spot-ETFs, Unternehmen wie Strategy integrieren Bitcoin strategisch in ihre Bilanz, Staaten wie El Salvador oder Bhutan bauen Reserven auf, und einzelne US-Bundesstaaten schaffen rechtliche Grundlagen für staatliche Bitcoin-Positionen. Gleichzeitig entwickelt sich das Lightning-Netzwerk zu einer skalierbaren Zahlungsschicht für schnelle, grenzüberschreitende Transaktionen, während weltweit rund 1,4 Milliarden Menschen keinen Zugang zum klassischen Bankensystem haben. Bitcoin wird nicht staatlich verordnet, sondern freiwillig gewählt.
Genau darin liegt der fundamentale Unterschied zwischen hartem und weichem Geld – und genau deshalb ist die Adoption eine ökonomische Reaktion auf systemische Rahmenbedingungen, nicht bloß ein technologischer Trend.
Bitcoin 2025. Ein Jahr monetärer Reife
2025 war kein Jahr des Hypes, sondern der Klärung. Bitcoin erreichte neue historische Höchststände, doch der Preis stand nicht im Mittelpunkt. Weitaus bedeutender war der strukturelle Wandel des Marktes. Institutionelles Kapital, staatliche Reserven und ein wachsendes Bewusstsein für Selbstverwahrung haben das Gesamtbild grundlegend verändert. Während das FIAT-Geldsystem weiterhin auf Kreditexpansion, Verschuldung und politischem Eingriff basiert, hat sich Bitcoin als hartes Geld in einer Welt weicher Währungen etabliert. Nicht als Spekulationsinstrument, sondern als monetärer Bezugspunkt für Zeit, Arbeit und Wert.
Bitcoin MENA 2025: Der Aufstieg des harten Geldes in der arabischen Welt
Die Bitcoin MENA Conference 2025 in Abu Dhabi markierte einen historischen Wendepunkt: Über 12.000 Teilnehmer aus mehr als 100 Ländern und 234 Redner beschleunigten die institutionelle Adoption von Bitcoin deutlich. Michael Saylor sprach von einem möglichen Superzyklus mit wöchentlichen ETF-Zuflüssen von 2,3 Milliarden USD, während Vertreter der Vereinigten Arabischen Emirate Bitcoin als tragende Säule der künftigen Finanzarchitektur bezeichneten.
Zu den zentralen Zahlen zählen 518 Millionen USD an BTC-Beteiligungen, die vom Abu Dhabi Investment Council verdreifacht wurden. Rund 30 % der Bevölkerung der VAE – etwa 3 Millionen Menschen – besitzen Bitcoin. Hinzu kommen über 500.000 aktive tägliche Trader sowie ein Markt für digitale Vermögenswerte in Dubai im Umfang von 680 Milliarden USD, was etwa 0,5 % des BIP entspricht.
Auch in Saudi-Arabien gewinnt Bitcoin an Bedeutung. Der Mining-Sektor könnte bis 2026 ein Volumen von bis zu 2,5 Billionen USD erreichen. Unterstützt wird diese Entwicklung durch eine Fatwa, die Bitcoin für rund 2 Milliarden Muslime als zulässig einstuft.
Diese Dynamik steht im deutlichen Kontrast zum Fiat-System und verkörpert zentrale Prinzipien der Österreichischen Schule: Knappheit, Eigentumssouveränität und monetäre Stabilität durch ein begrenztes, nicht manipulierbares Geldsystem.
Oliver Kahn über Bitcoin: «Ich habe bis heute keinen einzigen verkauft» – Warum der Titan recht hat
Oliver Kahn kaufte seine ersten Bitcoin Anfang 2018 zu rund 5.000 € und hat bis heute keinen einzigen verkauft. Es war nicht Gier, die ihn antrieb, sondern eine nüchterne, fast schon österreichische Analyse: «Wir alle glauben, dass das Geld auf dem Konto einen Wert hat. Aber wie lange noch? Schaut man in die Geschichte, sind am Ende fast alle Währungen dieser Welt zu wertlosem Papier geworden.»
Für ihn ist Bitcoin deshalb das härteste Geld, das es je gegeben hat: 21 Millionen – für immer unabhängig von Zentralbanken und Regierungen. Damit verkörpert Bitcoin genau das, was die Österreichische Schule seit über hundert Jahren als einzigen Schutz vor schleichender Enteignung fordert.
Trotz ETF-Hype, trotz Michael Saylor und dem Eintritt der Institutionen bleibt sein Urteil 2025 unverändert: «Grundsätzlich hat sich an der Idee dieser digitalen Währung nichts geändert.»
Eine beeindruckende Verteidigung von langfristigem Denken und eiserner Disziplin – von einem Mann, der schon mit 16 wusste, wie echter Wohlstand entsteht, und der als Torwart bewiesen hat, dass Nerven aus Stahl alles schlagen.
