Bitcoin Insights: Wissen & Updates für Unternehmen & Privatpersonen im Tessin, in der Schweiz

Stets neue Artikel über Bitcoin, seine Anwendungsmöglichkeiten und die damit verbundenen Chancen – praxisnah, verständlich und zukunftsorientiert.

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Der Abstieg auf Raten: Wofür Argentinien Jahrzehnte brauchte, schafft Deutschland in einer Generation

Es gibt eine Parallele, die kaum jemand laut ausspricht: Deutschland bewegt sich strukturell in dieselbe Richtung, aus der Argentinien gerade versucht auszubrechen.

Argentinien – das Land der Hyperinflation, des Staatsbankrotts, der 211 % Inflation – erzielt heute wieder einen ausgeglichenen Haushalt. Deutschland, das Land des Wirtschaftswunders, häuft trotz Rekordsteuereinnahmen über 100 Milliarden Euro Defizit pro Jahr an. Argentinien halbierte seine Ministerien, entließ 44.000 Staatsbedienstete, kürzte die Staatsausgaben real um 30 % – und erzielte erstmals seit 15 Jahren wieder einen Primärüberschuss. Deutschland erhöht seine Staatsquote zum dritten Mal in Folge auf über 50 %. Argentinien wächst 2025 mit 5–6 %. Deutschland stagniert zum dritten Jahr in Folge.

Argentinien baut Subventionen ab, hebt Preiskontrollen auf und gibt dem Markt seine Signalfunktion zurück. Deutschland reguliert Mietmärkte, steuert Energiepreise und bestraft Arbeit mit dem zweithöchsten Steuer- und Abgabenkeil aller OECD-Länder – 47,9 %, nur Belgien liegt höher. Argentinien senkte die Armutsquote von 56 % auf 33 % – 10 Millionen Menschen entkamen der Armut in weniger als zwei Jahren. Deutschland gibt jährlich rund 47 Milliarden Euro ins Ausland – Entwicklungshilfe, NGO-Förderung, EU-Nettozahlungen – und nimmt dafür gleichzeitig Schulden auf.

Argentinien hatte für sein Versagen eine Entschuldigung: Jahrzehnte fragiler Institutionen, externe Schocks, eine chronisch überforderte Verwaltung. Deutschland hat keine. Es ist eine der reichsten Volkswirtschaften der Welt – mit vollem Wissen, funktionierenden Institutionen und trotzdem demselben strukturellen Reflex: mehr Staat, mehr Umverteilung, mehr Schulden, weniger Wachstum.

Wofür Argentinien Jahrzehnte brauchte, um in den Abgrund zu gleiten, organisiert Deutschland in einer Generation – und nennt es Sozialpolitik.

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Der starke Franken ist kein hartes Geld – Die SNB & die Bitcoin-Initiative

Warum das vermeintlich härteste FIAT-Geld der Welt strukturell weich bleibt – und was das für Schweizer Sparer und Unternehmen bedeutet.

Der Schweizer Franken gilt international als Inbegriff stabilen Geldes. Niedrige Inflation, konservative Geldpolitik, politische Stabilität – der Franken hat einen Ruf, den kaum eine andere Währung der Welt besitzt. Doch wer hinter die Fassade schaut, stellt fest: Auch der Franken ist FIAT-Geld. Auch er kann politisch ausgeweitet werden. Auch er verliert langfristig an Kaufkraft.

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hält offiziell keine Bitcoin.

Gleichzeitig beginnen die USA, El Salvador, Bhutan und zunehmend weitere Staaten, strategische Positionen aufzubauen. Eine Volksinitiative fordert die SNB zur Aufnahme von Bitcoin in die Währungsreserven auf. Das Initiativkomitee sammelt bis Ende Juni 2026 Unterschriften. Der SNB-Präsident lehnt ab.

Diese Ausgangslage wirft eine grundlegende Frage auf: Was ist eigentlich hartes Geld? Und warum ist der Franken – trotz allem – nicht die Antwort darauf.

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4.000 Angestellte, 650 Millionen Budget – Was macht die EZB eigentlich, wenn der Euro trotzdem 50% verliert?

Der Euro hat seit seiner Einführung 1999 rund 43–46 % seiner Kaufkraft verloren – das ist bekannt und messbar. Was weniger diskutiert wird: Für dieses Ergebnis unterhält die Europäische Zentralbank einen Apparat von über 4.000 Mitarbeitern mit einem Jahresbudget von mehr als 650 Millionen Euro. Ihr einziges Mandat lautet Preisstabilität.

Die Geldmenge wurde trotzdem um über 270 % ausgeweitet. Für KMU ist das keine abstrakte Statistik – es ist die Erklärung dafür, warum Rücklagen, die vor zehn Jahren für eine Investition gebildet wurden, heute für weniger reichen. Warum Margen sinken, obwohl das Geschäft gut läuft. Warum Investitionsplanung schwieriger wird, obwohl nichts falsch gemacht wurde.

Das eigentliche Problem liegt nicht im Management einzelner Unternehmen, sondern in der Struktur des Geldes selbst. Und genau hier liegt der fundamentale Kontrast zu Bitcoin: Dessen Knappheit braucht keine Institution, kein Budget und keinen einzigen Mitarbeiter – sie ist im Protokoll verankert, mathematisch fixiert und politisch unangreifbar.

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Wir leben im Kreditismus, nicht im Kapitalismus – Warum unser Geldsystem auf Schulden statt auf Kapital basiert

Unser heutiges Geldsystem wird häufig als Kapitalismus bezeichnet. Doch bei genauer Betrachtung zeigt sich ein anderes Bild. Der Grossteil des Geldes entsteht nicht durch angespartes Kapital, sondern durch die Vergabe neuer Kredite. Wenn Banken Kredite vergeben, entsteht gleichzeitig neues Geld. Dieses Geld repräsentiert jedoch kein zuvor gebildetes Kapital, sondern eine Schuld.

In einem solchen System wächst die Geldmenge kontinuierlich, weil ständig neue Kredite aufgenommen werden müssen, um bestehende Schulden zu refinanzieren. Dadurch entsteht eine strukturelle Dynamik aus Expansion, Inflation und steigender Verschuldung. Gleichzeitig profitieren diejenigen am stärksten, die früh Zugang zu neuen Krediten und niedrigen Zinsen haben. Sie können mit neu geschaffenem Geld als Erste konsumieren oder investieren, während alle anderen – insbesondere Sparer – die steigenden Preise später bezahlen.

Die Österreichische Schule der Nationalökonomie beschreibt Kapital jedoch anders. Kapital entsteht durch freiwilliges Sparen und durch reale Produktionsüberschüsse. Erst dieses angesparte Kapital ermöglicht nachhaltige Investitionen und wirtschaftlichen Fortschritt. Kredit sollte aus vorhandenem Kapital entstehen, nicht aus einer künstlichen Ausweitung der Geldmenge.

Der Unterschied zwischen hartem und weichem Geld wird hier besonders sichtbar. Weiches Geld kann jederzeit vermehrt werden und begünstigt Schuldenexpansion. Hartes Geld hingegen ist knapp und zwingt eine Wirtschaft dazu, mit realem Kapital zu arbeiten. Gleichzeitig würde ein System mit hartem Geld auch für Staaten und grosse Unternehmen neue Formen der haushälterischen Disziplin bedeuten. Wenn Geld nicht beliebig geschaffen werden kann, müssen Ausgaben, Investitionen und Schulden wieder stärker an real vorhandenen Ressourcen ausgerichtet werden.

Bitcoin stellt erstmals seit langer Zeit eine Form digitalen Geldes dar, dessen Geldmenge nicht durch politische Entscheidungen oder Kreditexpansion ausgeweitet werden kann. Kredit entsteht dabei nicht durch neue Geldschöpfung, sondern durch bereits vorhandenes Kapital. Dadurch entsteht die Möglichkeit eines Finanzsystems, in dem Kredit wieder stärker auf realen Ersparnissen basiert.

Damit eröffnet sich eine neue Perspektive auf Geld, Kapital und Kredit – und auf die Frage, ob unser heutiges System tatsächlich Kapitalismus ist.

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Die Euro-Geldmenge ist seit Einführung um über 270% gestiegen – Folgen für Privatpersonen & Unternehmen

Seit der Einführung des Euro ist die Geldmenge M2 von rund 4–5 Billionen Euro auf über 16 Billionen Euro gestiegen. Das entspricht einer Ausweitung von etwa 270% je nach Vergleichsjahr sogar noch mehr. Diese Entwicklung ist kein statistisches Detail, sondern Ausdruck eines Systems, das strukturell auf Kreditexpansion basiert. Steigt die Geldmenge langfristig schneller als die reale Wirtschaftsleistung, verliert jede einzelne Geldeinheit schrittweise an Kaufkraft.

Seit 1999 ist das allgemeine Preisniveau im Euroraum um rund 80–85 % gestiegen. Das bedeutet, dass der Euro heute nur noch etwa 54–57 % seiner ursprünglichen Kaufkraft besitzt. Der reale Verlust liegt damit bei rund 43–46 %. Selbst durchschnittliche Inflationsraten von rund 2,1 % pro Jahr führen über Jahrzehnte zu erheblichen Vermögenseinbußen. Für Privatpersonen betrifft das Ersparnisse, für Unternehmen strategische Liquiditätsreserven.

Bitcoin stellt in diesem Kontext erstmals ein absolut knappes, digitales Gut dar – und damit ein strukturelles Gegenmodell zum inflationsanfälligen FIAT-System.

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Niederlande: 36 % Steuer auf nicht realisierte Gewinne

Die Niederlande haben mit dem Gesetz „Wet werkelijk rendement Box 3“ eine weitreichende Reform beschlossen: Ab 2028 sollen reale Renditen mit 36 % besteuert werden – inklusive nicht realisierter Gewinne auf Aktien, Anleihen und Bitcoin sowie Kryptowährungen. Grundlage ist eine jährliche Mark-to-Market-Bewertung. Steigt der Wert eines Vermögenswertes, fällt Steuer an – selbst wenn nicht verkauft wurde. Ab 1.800 Euro Gewinn pro Jahr greift der Fiskus zu.

Damit verschiebt sich das Verhältnis zwischen Staat und Eigentum grundlegend. Im heutigen FIAT-Geldsystem, geprägt von weichem Geld und struktureller Inflation, weitet sich der steuerliche Zugriff zunehmend auf potenzielles Vermögen aus. Für Investoren bedeutet das: Langfristige Planung wird erschwert, Liquidität wird zum Zwangsthema, Volatilität wird steuerlich bestraft.

Gerade bei Bitcoin, einem strukturell knappen Gut mit hoher Schwankungsbreite, entsteht ein erhebliches Liquiditätsrisiko. Wer Buchgewinne versteuern muss, könnte gezwungen sein zu verkaufen. In der Schweiz hingegen werden nicht realisierte Gewinne nicht besteuert, und für Privatpersonen sind Kapitalgewinne auf Bitcoin in der Regel steuerfrei, sofern keine gewerbsmäßige Tätigkeit vorliegt. Die Debatte ist daher nicht nur fiskalisch, sondern monetär und ordnungspolitisch: Welche Rolle soll Kapitalbildung in unserer Gesellschaft spielen?

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Die vier Jahreszeiten von Bitcoin – Marktpsychologie, Knappheit und der Übergang zu hartem Geld

Bitcoin bewegt sich in wiederkehrenden Zyklen von etwa vier Jahren, die sich seit 2009 erstaunlich konsistent wiederholt haben. Jede Phase – Frühling, Sommer, Herbst und Winter – ist nicht nur durch Preisbewegungen gekennzeichnet, sondern durch ein klar erkennbares Stimmungsbild in den Massenmedien und in der Gesellschaft. Euphorie, Gleichgültigkeit, Skepsis und Panik erscheinen in einer fast lehrbuchartigen Abfolge.

Aktuell befinden wir uns strukturell im Winter des Zyklus. Nach der Euphoriephase von 2025 dominiert 2026 eine deutliche Korrektur. Die mediale Aufmerksamkeit ist kritischer geworden, viele Stimmen sprechen von Enttäuschung oder vom Ende der Dynamik. Genau in dieser Phase beginnt jedoch traditionell die strategische Neupositionierung langfristig denkender Marktteilnehmer. Während ein Großteil der Öffentlichkeit verunsichert reagiert, analysieren Investoren mit niedriger Zeitpräferenz die fundamentalen Daten, prüfen ihre Allokation und beginnen schrittweise erneut zu akkumulieren.

Diese Dynamik ist kein Zufall, sondern das Resultat eines monetären Designs, das auf absoluter Knappheit basiert. Während das heutige FIAT-Geldsystem durch flexible Geldmengenausweitung, Kreditexpansion und strukturelle Inflation geprägt ist, folgt Bitcoin einer unveränderlichen Emissionslogik. Die Zyklen sind Ausdruck eines freien Marktes, der sich um ein hartes Geld neu ordnet. Wer diese Struktur versteht, erkennt: Nicht der Preis steht im Zentrum, sondern das Zusammenspiel von Knappheit, Zeitpräferenz und kollektiver Psychologie.

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Bitcoin vs. Aktien, Gold und Anleihen – der 8-Jahres-Reality-Check

Am 1. Dezember 2017 kostete ein Bitcoin rund 11.000 US-Dollar. Acht Jahre später liegt der Preis bei etwa 93.000 US-Dollar – ein Anstieg von 745 %. Das Allzeithoch 2025 bei rund 126.000 US-Dollar entspricht sogar einem Plus von 1.045 % gegenüber dem Ausgangswert.

Im gleichen Zeitraum entwickelten sich andere Anlageklassen deutlich moderater:

  • S&P 500: +156 % (von ca. 2.670 auf ca. 6.830 Punkte; Hoch 2025 ca. 6.875 → +158 %)

  • Gold: +233 % (von ca. 1.260 US-Dollar auf ca. 4.200 US-Dollar je Unze; Hoch 2025 ca. 4.380 US-Dollar → +248 %)

Langlaufende Staatsanleihen und globale Anleiheportfolios erzielten – je nach Duration – magere oder real deutlich negative Renditen. In vielen Fällen summieren sich seit 2017 reale Verluste im zweistelligen Prozentbereich.

Parallel dazu ist die Kaufkraft der Fiat-Währungen spürbar gesunken:

  • Schweiz: −9 % → 100 CHF entsprechen real nur noch 91 CHF

  • Deutschland: −28 % → 100 EUR entsprechen real nur noch 78 EUR

  • Österreich: −25 % → 100 EUR entsprechen real nur noch 80 EUR

  • Italien: −23 % → 100 EUR entsprechen real nur noch 81 EUR

Eine durchschnittliche Familie im Euroraum hat damit rund ein Viertel ihrer Ersparnisse verloren – nicht durch Börsencrashs, sondern durch geldpolitisch verursachte Inflation.

Die reale Teuerung bei Mieten, Energie, Lebensmitteln und Versicherungen lag vielerorts deutlich über den offiziellen Verbraucherpreisindizes. Der tatsächliche Kaufkraftverlust ist somit höher als die Statistik vermuten lässt.

Der Acht-Jahres-Vergleich zeigt klar: Bitcoin als absolut knappes digitales Gut verhält sich grundlegend anders als Vermögenswerte, die im Fiat-System bewertet und verwaltet werden.

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Die Immobilienpreise in Bitcoin sind in den letzten Jahren drastisch gesunken – was bedeutet das wirklich?

Auf den ersten Blick scheint der Immobilienmarkt unabhängig von Bitcoin zu sein. Doch ein Blick auf die Daten zeigt eine überraschende Realität: Während Immobilien in Fiat-Währungen immer teurer werden, sinkt ihr Preis, ausgedrückt in Bitcoin, deutlich. Wie ist das möglich? Dieser Artikel analysiert die Dynamiken des Fiat-Systems und der Bitcoin-Ökonomie, um die Auswirkungen für Investoren und Sparer zu verstehen.

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