Bitcoin Insights: Wissen & Updates für Unternehmen & Privatpersonen im Tessin, in der Schweiz
Stets neue Artikel über Bitcoin, seine Anwendungsmöglichkeiten und die damit verbundenen Chancen – praxisnah, verständlich und zukunftsorientiert.
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Der Money-Glitch von Strategy – 11.5 % p.a. Rendite mit Bitcoin-Exposure, monatlich ausgezahlt?
Seit 2020 hat sich Strategy unter der Führung von Michael Saylor (ehemals MicroStrategy) von einem klassischen Softwareunternehmen zu einer kapitalmarktgetriebenen Struktur entwickelt, deren Kern nicht mehr die operative Tätigkeit, sondern die Bilanz ist. Ausgangspunkt war die Erkenntnis, dass Fiat-Reserven in einem System stetiger Geldmengenausweitung langfristig an Kaufkraft verlieren. Bitcoin wurde deshalb als primäres Reserve-Asset definiert.
Aus dieser zunächst defensiven Entscheidung entstand ein Modell, das weit über eine einfache Umschichtung von Liquidität hinausgeht. Strategy nutzt Kapitalmärkte gezielt, um über Aktien, Anleihen und Vorzugsaktien Kapital aufzunehmen und systematisch in Bitcoin zu transformieren. Mit rund 761’000 Bitcoin hält das Unternehmen etwa 3,6 % des gesamten Angebots und akkumuliert kontinuierlich weiter.
Im Zentrum steht nicht mehr der klassische Gewinn, sondern die Entwicklung des Bitcoin-Anteils pro Aktie. Gleichzeitig ermöglicht die Kapitalstruktur unterschiedliche Renditeprofile – von wachstumsorientierter Exposition bis hin zu stabilen Ausschüttungen.
Damit entsteht eine Struktur, die Elemente eines Unternehmens, eines Kapitalmarktvehikels und eines Bankmodells verbindet. Kapital wird aufgenommen und in ein knappes monetäres Gut überführt. Die Rendite entsteht aus der Differenz zwischen Kapitalaufnahme im Fiat-System und Allokation in Bitcoin.
Für viele klassische Investoren eröffnet dieses Modell erstmals Zugang zu Bitcoin, ohne direkte Verwahrung. Regulatorische und operative Hürden werden umgangen, während gleichzeitig eine strukturierte Exposition entsteht. Ergänzt wird dies durch Renditen im Bereich von rund 8 bis über 10 %, die im aktuellen Marktumfeld als aussergewöhnlich gelten und direkt mit der zugrunde liegenden Bitcoin-Strategie verknüpft sind.
Genau an dieser Schnittstelle aus Zugang, Struktur und überdurchschnittlichen Renditeprofilen formt sich ein neues Finanzmodell.
Wir leben im Kreditismus, nicht im Kapitalismus – Warum unser Geldsystem auf Schulden statt auf Kapital basiert
Unser heutiges Geldsystem wird häufig als Kapitalismus bezeichnet. Doch bei genauer Betrachtung zeigt sich ein anderes Bild. Der Grossteil des Geldes entsteht nicht durch angespartes Kapital, sondern durch die Vergabe neuer Kredite. Wenn Banken Kredite vergeben, entsteht gleichzeitig neues Geld. Dieses Geld repräsentiert jedoch kein zuvor gebildetes Kapital, sondern eine Schuld.
In einem solchen System wächst die Geldmenge kontinuierlich, weil ständig neue Kredite aufgenommen werden müssen, um bestehende Schulden zu refinanzieren. Dadurch entsteht eine strukturelle Dynamik aus Expansion, Inflation und steigender Verschuldung. Gleichzeitig profitieren diejenigen am stärksten, die früh Zugang zu neuen Krediten und niedrigen Zinsen haben. Sie können mit neu geschaffenem Geld als Erste konsumieren oder investieren, während alle anderen – insbesondere Sparer – die steigenden Preise später bezahlen.
Die Österreichische Schule der Nationalökonomie beschreibt Kapital jedoch anders. Kapital entsteht durch freiwilliges Sparen und durch reale Produktionsüberschüsse. Erst dieses angesparte Kapital ermöglicht nachhaltige Investitionen und wirtschaftlichen Fortschritt. Kredit sollte aus vorhandenem Kapital entstehen, nicht aus einer künstlichen Ausweitung der Geldmenge.
Der Unterschied zwischen hartem und weichem Geld wird hier besonders sichtbar. Weiches Geld kann jederzeit vermehrt werden und begünstigt Schuldenexpansion. Hartes Geld hingegen ist knapp und zwingt eine Wirtschaft dazu, mit realem Kapital zu arbeiten. Gleichzeitig würde ein System mit hartem Geld auch für Staaten und grosse Unternehmen neue Formen der haushälterischen Disziplin bedeuten. Wenn Geld nicht beliebig geschaffen werden kann, müssen Ausgaben, Investitionen und Schulden wieder stärker an real vorhandenen Ressourcen ausgerichtet werden.
Bitcoin stellt erstmals seit langer Zeit eine Form digitalen Geldes dar, dessen Geldmenge nicht durch politische Entscheidungen oder Kreditexpansion ausgeweitet werden kann. Kredit entsteht dabei nicht durch neue Geldschöpfung, sondern durch bereits vorhandenes Kapital. Dadurch entsteht die Möglichkeit eines Finanzsystems, in dem Kredit wieder stärker auf realen Ersparnissen basiert.
Damit eröffnet sich eine neue Perspektive auf Geld, Kapital und Kredit – und auf die Frage, ob unser heutiges System tatsächlich Kapitalismus ist.
Die vier Jahreszeiten von Bitcoin – Marktpsychologie, Knappheit und der Übergang zu hartem Geld
Bitcoin bewegt sich in wiederkehrenden Zyklen von etwa vier Jahren, die sich seit 2009 erstaunlich konsistent wiederholt haben. Jede Phase – Frühling, Sommer, Herbst und Winter – ist nicht nur durch Preisbewegungen gekennzeichnet, sondern durch ein klar erkennbares Stimmungsbild in den Massenmedien und in der Gesellschaft. Euphorie, Gleichgültigkeit, Skepsis und Panik erscheinen in einer fast lehrbuchartigen Abfolge.
Aktuell befinden wir uns strukturell im Winter des Zyklus. Nach der Euphoriephase von 2025 dominiert 2026 eine deutliche Korrektur. Die mediale Aufmerksamkeit ist kritischer geworden, viele Stimmen sprechen von Enttäuschung oder vom Ende der Dynamik. Genau in dieser Phase beginnt jedoch traditionell die strategische Neupositionierung langfristig denkender Marktteilnehmer. Während ein Großteil der Öffentlichkeit verunsichert reagiert, analysieren Investoren mit niedriger Zeitpräferenz die fundamentalen Daten, prüfen ihre Allokation und beginnen schrittweise erneut zu akkumulieren.
Diese Dynamik ist kein Zufall, sondern das Resultat eines monetären Designs, das auf absoluter Knappheit basiert. Während das heutige FIAT-Geldsystem durch flexible Geldmengenausweitung, Kreditexpansion und strukturelle Inflation geprägt ist, folgt Bitcoin einer unveränderlichen Emissionslogik. Die Zyklen sind Ausdruck eines freien Marktes, der sich um ein hartes Geld neu ordnet. Wer diese Struktur versteht, erkennt: Nicht der Preis steht im Zentrum, sondern das Zusammenspiel von Knappheit, Zeitpräferenz und kollektiver Psychologie.
Bitcoin vs. Aktien, Gold und Anleihen – der 8-Jahres-Reality-Check
Am 1. Dezember 2017 kostete ein Bitcoin rund 11.000 US-Dollar. Acht Jahre später liegt der Preis bei etwa 93.000 US-Dollar – ein Anstieg von 745 %. Das Allzeithoch 2025 bei rund 126.000 US-Dollar entspricht sogar einem Plus von 1.045 % gegenüber dem Ausgangswert.
Im gleichen Zeitraum entwickelten sich andere Anlageklassen deutlich moderater:
S&P 500: +156 % (von ca. 2.670 auf ca. 6.830 Punkte; Hoch 2025 ca. 6.875 → +158 %)
Gold: +233 % (von ca. 1.260 US-Dollar auf ca. 4.200 US-Dollar je Unze; Hoch 2025 ca. 4.380 US-Dollar → +248 %)
Langlaufende Staatsanleihen und globale Anleiheportfolios erzielten – je nach Duration – magere oder real deutlich negative Renditen. In vielen Fällen summieren sich seit 2017 reale Verluste im zweistelligen Prozentbereich.
Parallel dazu ist die Kaufkraft der Fiat-Währungen spürbar gesunken:
Schweiz: −9 % → 100 CHF entsprechen real nur noch 91 CHF
Deutschland: −28 % → 100 EUR entsprechen real nur noch 78 EUR
Österreich: −25 % → 100 EUR entsprechen real nur noch 80 EUR
Italien: −23 % → 100 EUR entsprechen real nur noch 81 EUR
Eine durchschnittliche Familie im Euroraum hat damit rund ein Viertel ihrer Ersparnisse verloren – nicht durch Börsencrashs, sondern durch geldpolitisch verursachte Inflation.
Die reale Teuerung bei Mieten, Energie, Lebensmitteln und Versicherungen lag vielerorts deutlich über den offiziellen Verbraucherpreisindizes. Der tatsächliche Kaufkraftverlust ist somit höher als die Statistik vermuten lässt.
Der Acht-Jahres-Vergleich zeigt klar: Bitcoin als absolut knappes digitales Gut verhält sich grundlegend anders als Vermögenswerte, die im Fiat-System bewertet und verwaltet werden.
Sommer 2029: Warum der Bitcoin-Preis explodieren könnte, wenn das verfügbare Angebot auf nur noch 500’000 BTC sinkt
Die Menge an Bitcoin auf den Börsen ist in den letzten sechzehn Monaten deutlich gesunken – von rund 3’000’000 BTC auf etwas mehr als 2’100’000 BTC. Dieser Rückgang verlief nicht unregelmäßig, sondern bemerkenswert linear. Monatlich werden etwa 36’000 BTC vom Markt abgezogen, in private Verwahrung übertragen und damit der globalen Liquidität entzogen. Parallel dazu wächst die weltweite Geldmenge M2 weiter und könnte bis zum Sommer 2029 um 15 bis 30 % zunehmen, während die kumulierte Inflation im selben Zeitraum zwischen 10 und 20 % liegen dürfte.
Im gleichen Zeitraum gelangen lediglich 13’689 BTC pro Monat durch Mining neu in das System. Nach dem Halving 2028 sinkt diese Zahl auf etwa 6’800 BTC monatlich – eine äußerst geringe Menge im Verhältnis zur globalen Nachfrage. Ein Fiat-System, das auf stetiger Ausweitung von weichem Geld basiert, steht damit einem digitalen Gut gegenüber, dessen Knappheit kontinuierlich zunimmt. Setzt sich der aktuelle Trend fort, könnte das Bitcoin-Angebot auf den Börsen im Sommer 2029 auf rund 500’000 BTC fallen – ein Niveau, das einen strukturellen Wendepunkt darstellen und einen massiven Angebotsschock auslösen könnte.
Unter solchen Bedingungen erscheint ein Preisniveau im Bereich mehrerer hunderttausend bis über eine Million Franken bis Sommer 2029 nicht als theoretische Spekulation, sondern als wirtschaftlich nachvollziehbare Projektion im Kontext zunehmender Knappheit.
Die Welt erkennt Bitcoin – 21 Millionen in 21 Jahren – das Manifest von Michael Saylor auf der BTC Prague 2025
Im Jahr 2025 steht Bitcoin nicht mehr am Rand des Finanzsystems – sondern im Zentrum einer globalen monetären Neuordnung. Auf der BTC Prague präsentierte Michael Saylor eine detaillierte Analyse, gestützt auf Daten, Grafiken und internationale Entwicklungen: Bitcoin hat seit 2020 alle Anlageklassen übertroffen, Staaten und Unternehmen bauen strategische Reserven auf, über 1,4 Millionen BTC werden in ETFs gehalten, und MicroStrategy allein besitzt mehr als 592.000 BTC. Die Prognosen für das Jahr 2045 sprechen von einem möglichen Wert von bis zu 49 Millionen US-Dollar pro Bitcoin. Wer heute noch Bitcoin aus seinem Cashflow erwerben kann, gehört zur frühen Mehrheit – und hat die historische Chance, sein Kapital in einem begrenzten, zensurresistenten und global akzeptierten monetären System zu schützen.
Der Vierjahreszyklus von Bitcoin: Volatilität mit System
Wie viele Aspekte der Wirtschaft und der Natur folgt auch Bitcoin einem klar definierten Zyklus. Seine hohe Volatilität, die häufig kritisiert wird, ist kein Zufall, sondern wiederholt sich regelmäßig im Zusammenhang mit dem Halving. Während Fiat-Währungen künstlich durch Zentralbanken stabilisiert werden und einer stetigen Entwertung unterliegen, stellt Bitcoin eine stabile Form von Geld dar, die eine solide Alternative zur Werterhaltung bietet. Die Österreichische Schule erklärt, warum Volatilität kein Mangel, sondern ein natürlicher Mechanismus der Preisfindung ist.
