Bitcoin Insights: Wissen & Updates für Unternehmen & Privatpersonen im Tessin, in der Schweiz
Stets neue Artikel über Bitcoin, seine Anwendungsmöglichkeiten und die damit verbundenen Chancen – praxisnah, verständlich und zukunftsorientiert.
Inhalte mit Tags finden
- Basis Wissen
- Bitcoin Adaption
- Bitcoin als Inflationsschutz
- Bitcoin als Wertspeicher
- Bitcoin als Zahlungsmittel
- Bitcoin ETF
- Bitcoin Event
- Bitcoin für KMU
- Bitcoin kaufen
- Bitcoin Kredit
- Bitcoin Sparplan
- Die Technologie hinter Bitcoin
- FIAT Geldsystem
- Inflation
- Nachhaltiges Sparen
- Nachprüfbare Knappheit
- Schweiz
- Wertsteigerung
- Wertverlust
- Österreichische Ökonomie
Video-Programme auf YouTube
Freie Suche in den Blogs
Nur 4 % der Bitcoin stehen noch zum Verkauf – der Rest gehört denen, die nicht verkaufen
Was sich an den Bitcoin-Märkten gerade abspielt, lässt sich nicht mit klassischen Finanzwerkzeugen erfassen. Laut aktuellen Daten von Coinglass liegen nominell 2,42 Millionen Bitcoin auf den Krypto-Börsen. Vor einem Jahr waren es noch 3,1 Millionen. In zwölf Monaten sind knapp 700'000 Bitcoin von den Börsen abgeflossen – in ETF-Custody, in institutionelle Verwahrung, in die Wallets von Langzeithaltenden. Ein Rückgang von 22 % in einem Jahr. Von den verbliebenen Beständen sind schätzungsweise 1,0 bis 1,2 Millionen in ETF-Custody gebunden und weitere 0,4 bis 0,6 Millionen in institutioneller Verwahrung. Was wirklich frei handelbar bleibt, sind schätzungsweise 0,5 bis 0,8 Millionen Bitcoin – rund 4 % des gesamten existierenden Angebots.
Während dieses freie Angebot schrumpft, beschleunigt sich die institutionelle Nachfrage in einem Tempo, das historisch beispiellos ist. In einer einzigen Woche haben globale Bitcoin-ETFs zwischen 40'000 und 60'000 Bitcoin absorbiert – das entspricht 90 bis 130 Tagen weltweiter Mining-Produktion, akkumuliert in sieben Tagen. Morgan Stanley hat mit MSBT bereits rund 1'400 Bitcoin seit dem Launch am 8. April akkumuliert. Goldman Sachs hat am 14. April bei der SEC die Dokumente für einen eigenen Bitcoin-ETF eingereicht. Strategy kaufte allein in der Woche vom 14. bis 20. April 34'164 Bitcoin für 2,54 Milliarden Dollar – der grösste Einzelkauf des Unternehmens seit über einem Jahr. Charles Schwab öffnet in wenigen Wochen den direkten Spot-Zugang für 39 Millionen Kunden.
Ein mathematisch fixiertes Angebot trifft auf eine strukturell wachsende institutionelle Nachfrage – in immer kürzeren Zeitfenstern. Die österreichische Ökonomie hat diese Dynamik immer beschrieben. Sie hat nur nie ein Asset gehabt, das sie so präzise verkörpert wie Bitcoin. Was das in der Praxis bedeutet und warum die Geschwindigkeit dieser Entwicklung der entscheidende Faktor ist, lesen Sie im vollständigen Artikel.
17 Jahre für 20 Millionen Bitcoin – Über 100 Jahre für die letzte Million
Bitcoin hat eine bemerkenswerte Grenze erreicht. Am 9. März 2026 wurde der 20-millionste Bitcoin geschürft. Damit befinden sich nun über 95 % der maximal möglichen Geldmenge im Umlauf. Die verbleibende eine Million Bitcoin wird jedoch nicht kurzfristig entstehen. Ihre Ausgabe verteilt sich über mehr als ein Jahrhundert. Der letzte Bitcoin wird voraussichtlich erst um das Jahr 2140 geschürft.
Diese langsame Emission ist kein Zufall, sondern Teil des monetären Designs von Bitcoin. Das Protokoll folgt einem festen Ausgabemechanismus: Etwa alle vier Jahre halbiert sich durch das sogenannte Halving die Menge neu erzeugter Bitcoin. Dadurch verlangsamt sich die Geldschöpfung kontinuierlich, bis sie langfristig gegen null tendiert.
Aus Sicht der österreichischen Schule der Nationalökonomie erfüllt Bitcoin damit eine Eigenschaft, die historisch in dieser Form keine Geldformen besaßen: echte und nachprüfbare Knappheit. Während moderne FIAT-Währungen jederzeit ausgeweitet werden können, ist die Geldmenge bei Bitcoin mathematisch begrenzt und für alle Marktteilnehmer transparent.
Bereits heute zeigt sich ein weiteres bemerkenswertes Phänomen: Die Nachfrage übersteigt zunehmend das neu entstehende Angebot. Institutionelle Investoren, Unternehmen und langfristige Sparer akkumulieren Bitcoin schneller, als neue Coins durch Mining entstehen. Gleichzeitig sinken die Bestände auf den Börsen. Aktuell befinden sich dort nur noch rund 2,4 Millionen Bitcoin, von denen jedoch ein erheblicher Teil gar nicht aktiv zum Verkauf steht.
