Bitcoin Insights: Wissen & Updates für Unternehmen & Privatpersonen im Tessin, in der Schweiz

Stets neue Artikel über Bitcoin, seine Anwendungsmöglichkeiten und die damit verbundenen Chancen – praxisnah, verständlich und zukunftsorientiert.

Kevin Quast Kevin Quast

17 Jahre für 20 Millionen Bitcoin – Über 100 Jahre für die letzte Million

Bitcoin hat eine bemerkenswerte Grenze erreicht. Am 9. März 2026 wurde der 20-millionste Bitcoin geschürft. Damit befinden sich nun über 95 % der maximal möglichen Geldmenge im Umlauf. Die verbleibende eine Million Bitcoin wird jedoch nicht kurzfristig entstehen. Ihre Ausgabe verteilt sich über mehr als ein Jahrhundert. Der letzte Bitcoin wird voraussichtlich erst um das Jahr 2140 geschürft.

Diese langsame Emission ist kein Zufall, sondern Teil des monetären Designs von Bitcoin. Das Protokoll folgt einem festen Ausgabemechanismus: Etwa alle vier Jahre halbiert sich durch das sogenannte Halving die Menge neu erzeugter Bitcoin. Dadurch verlangsamt sich die Geldschöpfung kontinuierlich, bis sie langfristig gegen null tendiert.

Aus Sicht der österreichischen Schule der Nationalökonomie erfüllt Bitcoin damit eine Eigenschaft, die historisch in dieser Form keine Geldformen besaßen: echte und nachprüfbare Knappheit. Während moderne FIAT-Währungen jederzeit ausgeweitet werden können, ist die Geldmenge bei Bitcoin mathematisch begrenzt und für alle Marktteilnehmer transparent.

Bereits heute zeigt sich ein weiteres bemerkenswertes Phänomen: Die Nachfrage übersteigt zunehmend das neu entstehende Angebot. Institutionelle Investoren, Unternehmen und langfristige Sparer akkumulieren Bitcoin schneller, als neue Coins durch Mining entstehen. Gleichzeitig sinken die Bestände auf den Börsen. Aktuell befinden sich dort nur noch rund 2,4 Millionen Bitcoin, von denen jedoch ein erheblicher Teil gar nicht aktiv zum Verkauf steht.

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Warum jede FIAT-Währung langfristig scheitert – Die ökonomische Logik hinter dem Geldsystem

Die Geschichte des Geldes zeigt ein klares Muster: Nahezu jede FIAT-Währung scheitert früher oder später. Schätzungen zufolge sind in der Geschichte bereits über 600 staatliche Papierwährungen verschwunden oder durch neue ersetzt worden. Manche kollabierten abrupt durch Hyperinflation, andere verloren über Jahrzehnte schrittweise ihre Kaufkraft.

Der Grund liegt in der Struktur des Systems. FIAT-Geld kann politisch beliebig vermehrt werden. Sobald die Geldmenge schneller wächst als die reale Wirtschaft, verliert jede einzelne Geldeinheit an Kaufkraft.

Diese Entwicklung lässt sich auch in den letzten zwanzig Jahren beobachten. In Argentinien stieg der Wechselkurs von etwa 3 Peso pro Dollar im Jahr 2005 auf über 1.400 Peso, ein Wertverlust von über 99 %. Die türkische Lira verlor seit 2005 rund 95 % ihres Wertes gegenüber dem Dollar. Der iranische Rial fiel im selben Zeitraum von etwa 9.000 auf über 1,4 Millionen Rial pro Dollar.

Doch selbst große Weltwährungen zeigen langfristige Entwertung. Seit etwa 2005 hat der US-Dollar rund 45 % seiner Kaufkraft verloren, der Euro etwa 40 %, das britische Pfund rund 50 % und der japanische Yen etwa 30 %.

Die österreichische Schule der Nationalökonomie erklärt dieses Muster durch den Unterschied zwischen weichem und hartem Geld. Weiches Geld kann politisch ausgeweitet werden und verliert langfristig an Wert. Hartes Geld hingegen ist knapp und entzieht sich politischer Manipulation. Historisch erfüllte Gold diese Rolle. Heute entsteht mit Bitcoin erstmals ein digitales monetäres Gut mit absolut begrenzter Menge von 21 Millionen Einheiten.

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