Bitcoin Insights: Wissen & Updates für Unternehmen & Privatpersonen im Tessin, in der Schweiz
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Goldman Sachs betritt den Bitcoin-Markt, die Skepsis von Wall Street ist Geschichte
David Solomon, CEO von Goldman Sachs, sagte 2024 in einem CNBC-Interview, er sehe keinen "real use case" für Bitcoin. Im Februar 2026 gab er zu, persönlich – wenn auch in sehr kleinem Umfang – Bitcoin zu besitzen. Und am 14. April 2026 reichte Goldman Sachs bei der SEC die Dokumente für den Goldman Sachs Bitcoin Premium Income ETF ein – den ersten direkten Bitcoin-Produktvorstoß des Unternehmens in der Geschichte der Bank.
Das ist keine kleine Verschiebung. Goldman Sachs ist keine gewöhnliche Bank. Das Institut verwaltet 3,61 Billionen Dollar an Kundenvermögen – ein Rekord, der Ende 2025 erreicht wurde – und ist eine der einflussreichsten Adressen der globalen Finanzwelt. Wenn Goldman Sachs einen Bitcoin-ETF einreicht, ist das nicht das Ergebnis einer strategischen Wette auf steigende Kurse. Es ist die institutionelle Anerkennung, dass Bitcoin als Anlageklasse nicht länger ignoriert werden kann.
Der Goldman Sachs Bitcoin Premium Income ETF unterscheidet sich deutlich von klassischen Spot-Bitcoin-ETFs. Er hält keinen Bitcoin direkt, sondern investiert primär über bestehende Spot-Bitcoin-ETPs und Optionen auf solche Produkte, um monatliche Erträge zu generieren. Bloomberg-Analyst Eric Balchunas nannte das Produkt "boomer candy" – ein Ertragsinstrument für konservative institutionelle Anleger, die Bitcoin-Exposition wollen, ohne auf laufende Rendite zu verzichten.
Lesen Sie im vollständigen Artikel, was Goldman Sachs' Eintritt für den Markt, für das verfügbare Angebot und für die Zukunft institutioneller Bitcoin-Produkte bedeutet.
Der mögliche neue FED Chef: „Wenn du unter 40 bist, ist Bitcoin dein neues Gold."
Kevin Warsh ist Jurist, ehemaliger FED-Gouverneur, Vertrauter von George W. Bush und der wahrscheinlich nächste Präsident der Federal Reserve – der mächtigsten Zentralbank der Welt. Er ist auch der erste Kandidat in der 112-jährigen Geschichte der FED, der persönlich in Bitcoin und über 20 Krypto-Projekte investiert hat. Ein Portfolio von über 100 Millionen Dollar, das Solana, dYdX, Polymarket und das Bitcoin-Lightning-Startup Flashnet umfasst. Bevor er sein Amt antreten kann, muss er es verkaufen.
Das ist keine Randnotiz. Es ist ein Struktursignal. Die Person, die künftig über die Geldpolitik der wichtigsten Reservewährung der Welt entscheidet, kennt Bitcoin nicht aus Büchern. Sie hat mit eigenem Kapital darauf gesetzt – und 2021 öffentlich erklärt: „Wenn du unter 40 bist, ist Bitcoin dein neues Gold."
Gleichzeitig spitzt sich der politische Zeitplan dramatisch zu. Powells Amtszeit endet am 15. Mai 2026. Die DOJ-Untersuchung gegen die FED – das einzige verbleibende Hindernis für Warshs Bestätigung – wurde am 25. April eingestellt. Der Weg ist weitgehend frei. Das Rennen gegen die Uhr hat begonnen.
Was das für Bitcoin bedeutet, was die österreichische Schule über Zentralbanken und hartes Geld sagt – und warum dieser Moment in der Geschichte der Geldpolitik einzigartig ist, lesen Sie im vollständigen Artikel.
Warum Unternehmen Jahr für Jahr Kapital verlieren – gerade weil sie profitabel sind
Unternehmen halten ihre Kapitalreserven meistens auf Firmenkonten, Tagesgeldkonten oder in kurzfristigen Obligationen – und verlieren dabei still an realem Wert. In der Schweiz betrug die kumulierte Inflation von 2021 bis 2025 rund 6,9 %. Aus 100'000 Franken auf dem Firmenkonto wurden real rund 93'000 Franken Kaufkraft. In der Eurozone war die Belastung drastisch höher – kumuliert rund 25 %. Aus 100'000 Euro wurden real rund 77'000 Euro Kaufkraft.
Das Konto zeigt dieselbe Zahl. Die Kaufkraft nicht.
Die meisten Unternehmer wissen das theoretisch. Aber sie sehen es nicht auf dem Kontoauszug – weil die Zahl dieselbe bleibt. Das ist die Täuschung des nominellen Denkens. Wer als Unternehmer in realen Grössen denkt, kommt an einer unbequemen Frage nicht vorbei: Wie schütze ich das Kapital, das mein Unternehmen erarbeitet hat, vor dem stillen Wertverlust, den die Inflation unvermeidlich produziert?
Eine Antwort existiert – und sie hat die Inflation der letzten vier Jahre nicht nur kompensiert, sondern deutlich übertroffen. Wer einen Teil seiner freien Reserven in Bitcoin gehalten hat, steht heute real erheblich besser da als jeder, der auf dem Firmenkonto gewartet hat.
Aber nur für Unternehmen, die bereits profitabel wirtschaften und echte Überschüsse erwirtschaften. Bitcoin ersetzt kein defizitäres Geschäftsmodell und ist kein Ausweg aus operativen Schwierigkeiten. Wer strukturelle Probleme hat, löst diese nicht durch Bitcoin. Er verschiebt sie bestenfalls – und vergrössert das Risiko.
Welcher Prozentsatz Bitcoin-Reserve die Inflationsverluste der letzten vier Jahre nicht nur kompensiert, sondern übertroffen hätte – und worauf man bei der sicheren Verwahrung, Bilanzierung und steuerlichen Behandlung in der Schweiz, Deutschland und Italien achten muss – lesen Sie im vollständigen Artikel.
Morgan Stanley lanciert seinen Bitcoin-ETF mit der niedrigsten Gebühr des Marktes: 0,14 %
Das grösste private Beraternetzwerk der Welt ist offiziell in den Bitcoin-Markt eingetreten. Morgan Stanley hat am 8. April 2026, seinen eigenen Bitcoin-ETF unter dem Namen Morgan Stanley Bitcoin Trust mit dem Ticker MSBT an der NYSE Arca lanciert und ist damit die erste grosse amerikanische Bank, die einen Bitcoin-ETF direkt unter eigenem Namen emittiert. Die Jahresgebühr beträgt 0,14 % – die niedrigste auf dem gesamten Markt: weniger als Grayscale mit 0,15 %, weniger als BlackRock und Fidelity mit je 0,25 %.
Aber der Preis ist nicht die eigentliche Nachricht. Die eigentliche Nachricht ist die Verteilung. Morgan Stanley betreibt ein Netzwerk von 16’000 Finanzberatern, die Vermögen von 6’200 Milliarden Dollar verwalten. Wenn diese Berater beginnen, MSBT ihren Kunden zu empfehlen, wird die Nachfrage nach Bitcoin nicht linear steigen. Sie wird strukturell steigen. Das ist keine Spekulation. Es ist institutionelles Kapital, das endlich ein massgeschneidertes Instrument für das eigene System findet.
All dies geschieht in einem Kontext, den die österreichische Schule der Nationalökonomie mit Präzision vorhergesagt hat: In einem FIAT-Geldsystem, in dem weiches Geld schrittweise an Kaufkraft verliert, suchen Investoren und Institutionen nach Wertreserven, die keine Zentralbank inflationieren kann. Bitcoin mit seinem fixen Angebot von 21 Millionen Einheiten ist genau das: hartes Geld in einem System, das auf weichem Geld aufgebaut ist. Morgan Stanley hat Bitcoin nicht entdeckt. Es hat entschieden, dass es ihn nicht länger ignorieren kann.
Coinbase öffnet die Tore zu Bitcoin: Wenn alle schweigen, kaufen die Klugen
Das amerikanische Finanzsystem hat einen Schritt vollzogen, der vor drei Jahren noch undenkbar gewesen wäre: Coinbase, die größte Kryptobörse der USA, hat am 2. April 2026 vom Office of the Comptroller of the Currency – der amerikanischen Bundesbankaufsicht – die bedingte Genehmigung erhalten, als nationale Trust-Bank zu operieren. Das ist keine regulatorische Feinheit. Es ist eine strukturelle Zäsur.
Was das bedeutet: Pensionsfonds, Versicherungsgesellschaften und Staatsfonds, die bisher aus rechtlichen Gründen keine Bitcoin-Verwahrung bei Coinbase nutzen durften, können es jetzt. Coinbase verwaltet bereits 245 Milliarden Dollar in institutionellen Vermögenswerten und ist offizieller Verwahrstelle für 8 der 11 von der SEC zugelassenen Bitcoin-ETFs – darunter jene von BlackRock und Fidelity. Die US-Regierung selbst vertraut Coinbase die Verwahrung ihrer rund 200.000 beschlagnahmten Bitcoin an, die Trump 2025 zur nationalen strategischen Reserve erklärt hat.
Wer versteht, was eine Bundesbanklizenz in diesem Kontext bedeutet, versteht auch, welche Kapitalströme sich gerade in Bewegung setzen. Institutionelles Kapital bewegt sich langsam – aber wenn es sich bewegt, bewegt es sich in Billionen. Das FIAT-System integriert Bitcoin nicht, weil es will, sondern weil es muss. Und die österreichische Ökonomie hat genau diesen Moment seit Jahrzehnten vorhergesagt: hartes Geld setzt sich durch – nicht durch Revolution, sondern durch strukturelle Überlegenheit.
Der Abstieg auf Raten: Wofür Argentinien Jahrzehnte brauchte, schafft Deutschland in einer Generation
Es gibt eine Parallele, die kaum jemand laut ausspricht: Deutschland bewegt sich strukturell in dieselbe Richtung, aus der Argentinien gerade versucht auszubrechen.
Argentinien – das Land der Hyperinflation, des Staatsbankrotts, der 211 % Inflation – erzielt heute wieder einen ausgeglichenen Haushalt. Deutschland, das Land des Wirtschaftswunders, häuft trotz Rekordsteuereinnahmen über 100 Milliarden Euro Defizit pro Jahr an. Argentinien halbierte seine Ministerien, entließ 44.000 Staatsbedienstete, kürzte die Staatsausgaben real um 30 % – und erzielte erstmals seit 15 Jahren wieder einen Primärüberschuss. Deutschland erhöht seine Staatsquote zum dritten Mal in Folge auf über 50 %. Argentinien wächst 2025 mit 5–6 %. Deutschland stagniert zum dritten Jahr in Folge.
Argentinien baut Subventionen ab, hebt Preiskontrollen auf und gibt dem Markt seine Signalfunktion zurück. Deutschland reguliert Mietmärkte, steuert Energiepreise und bestraft Arbeit mit dem zweithöchsten Steuer- und Abgabenkeil aller OECD-Länder – 47,9 %, nur Belgien liegt höher. Argentinien senkte die Armutsquote von 56 % auf 33 % – 10 Millionen Menschen entkamen der Armut in weniger als zwei Jahren. Deutschland gibt jährlich rund 47 Milliarden Euro ins Ausland – Entwicklungshilfe, NGO-Förderung, EU-Nettozahlungen – und nimmt dafür gleichzeitig Schulden auf.
Argentinien hatte für sein Versagen eine Entschuldigung: Jahrzehnte fragiler Institutionen, externe Schocks, eine chronisch überforderte Verwaltung. Deutschland hat keine. Es ist eine der reichsten Volkswirtschaften der Welt – mit vollem Wissen, funktionierenden Institutionen und trotzdem demselben strukturellen Reflex: mehr Staat, mehr Umverteilung, mehr Schulden, weniger Wachstum.
Wofür Argentinien Jahrzehnte brauchte, um in den Abgrund zu gleiten, organisiert Deutschland in einer Generation – und nennt es Sozialpolitik.
Der starke Franken ist kein hartes Geld – Die SNB & die Bitcoin-Initiative
Warum das vermeintlich härteste FIAT-Geld der Welt strukturell weich bleibt – und was das für Schweizer Sparer und Unternehmen bedeutet.
Der Schweizer Franken gilt international als Inbegriff stabilen Geldes. Niedrige Inflation, konservative Geldpolitik, politische Stabilität – der Franken hat einen Ruf, den kaum eine andere Währung der Welt besitzt. Doch wer hinter die Fassade schaut, stellt fest: Auch der Franken ist FIAT-Geld. Auch er kann politisch ausgeweitet werden. Auch er verliert langfristig an Kaufkraft.
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hält offiziell keine Bitcoin.
Gleichzeitig beginnen die USA, El Salvador, Bhutan und zunehmend weitere Staaten, strategische Positionen aufzubauen. Eine Volksinitiative fordert die SNB zur Aufnahme von Bitcoin in die Währungsreserven auf. Das Initiativkomitee sammelt bis Ende Juni 2026 Unterschriften. Der SNB-Präsident lehnt ab.
Diese Ausgangslage wirft eine grundlegende Frage auf: Was ist eigentlich hartes Geld? Und warum ist der Franken – trotz allem – nicht die Antwort darauf.
4.000 Angestellte, 650 Millionen Budget – Was macht die EZB eigentlich, wenn der Euro trotzdem 50% verliert?
Der Euro hat seit seiner Einführung 1999 rund 43–46 % seiner Kaufkraft verloren – das ist bekannt und messbar. Was weniger diskutiert wird: Für dieses Ergebnis unterhält die Europäische Zentralbank einen Apparat von über 4.000 Mitarbeitern mit einem Jahresbudget von mehr als 650 Millionen Euro. Ihr einziges Mandat lautet Preisstabilität.
Die Geldmenge wurde trotzdem um über 270 % ausgeweitet. Für KMU ist das keine abstrakte Statistik – es ist die Erklärung dafür, warum Rücklagen, die vor zehn Jahren für eine Investition gebildet wurden, heute für weniger reichen. Warum Margen sinken, obwohl das Geschäft gut läuft. Warum Investitionsplanung schwieriger wird, obwohl nichts falsch gemacht wurde.
Das eigentliche Problem liegt nicht im Management einzelner Unternehmen, sondern in der Struktur des Geldes selbst. Und genau hier liegt der fundamentale Kontrast zu Bitcoin: Dessen Knappheit braucht keine Institution, kein Budget und keinen einzigen Mitarbeiter – sie ist im Protokoll verankert, mathematisch fixiert und politisch unangreifbar.
Der Money-Glitch von Strategy – 11.5 % p.a. Rendite mit Bitcoin-Exposure, monatlich ausgezahlt?
Seit 2020 hat sich Strategy unter der Führung von Michael Saylor (ehemals MicroStrategy) von einem klassischen Softwareunternehmen zu einer kapitalmarktgetriebenen Struktur entwickelt, deren Kern nicht mehr die operative Tätigkeit, sondern die Bilanz ist. Ausgangspunkt war die Erkenntnis, dass Fiat-Reserven in einem System stetiger Geldmengenausweitung langfristig an Kaufkraft verlieren. Bitcoin wurde deshalb als primäres Reserve-Asset definiert.
Aus dieser zunächst defensiven Entscheidung entstand ein Modell, das weit über eine einfache Umschichtung von Liquidität hinausgeht. Strategy nutzt Kapitalmärkte gezielt, um über Aktien, Anleihen und Vorzugsaktien Kapital aufzunehmen und systematisch in Bitcoin zu transformieren. Mit rund 761’000 Bitcoin hält das Unternehmen etwa 3,6 % des gesamten Angebots und akkumuliert kontinuierlich weiter.
Im Zentrum steht nicht mehr der klassische Gewinn, sondern die Entwicklung des Bitcoin-Anteils pro Aktie. Gleichzeitig ermöglicht die Kapitalstruktur unterschiedliche Renditeprofile – von wachstumsorientierter Exposition bis hin zu stabilen Ausschüttungen.
Damit entsteht eine Struktur, die Elemente eines Unternehmens, eines Kapitalmarktvehikels und eines Bankmodells verbindet. Kapital wird aufgenommen und in ein knappes monetäres Gut überführt. Die Rendite entsteht aus der Differenz zwischen Kapitalaufnahme im Fiat-System und Allokation in Bitcoin.
Für viele klassische Investoren eröffnet dieses Modell erstmals Zugang zu Bitcoin, ohne direkte Verwahrung. Regulatorische und operative Hürden werden umgangen, während gleichzeitig eine strukturierte Exposition entsteht. Ergänzt wird dies durch Renditen im Bereich von rund 8 bis über 10 %, die im aktuellen Marktumfeld als aussergewöhnlich gelten und direkt mit der zugrunde liegenden Bitcoin-Strategie verknüpft sind.
Genau an dieser Schnittstelle aus Zugang, Struktur und überdurchschnittlichen Renditeprofilen formt sich ein neues Finanzmodell.
17 Jahre für 20 Millionen Bitcoin – Über 100 Jahre für die letzte Million
Bitcoin hat eine bemerkenswerte Grenze erreicht. Am 9. März 2026 wurde der 20-millionste Bitcoin geschürft. Damit befinden sich nun über 95 % der maximal möglichen Geldmenge im Umlauf. Die verbleibende eine Million Bitcoin wird jedoch nicht kurzfristig entstehen. Ihre Ausgabe verteilt sich über mehr als ein Jahrhundert. Der letzte Bitcoin wird voraussichtlich erst um das Jahr 2140 geschürft.
Diese langsame Emission ist kein Zufall, sondern Teil des monetären Designs von Bitcoin. Das Protokoll folgt einem festen Ausgabemechanismus: Etwa alle vier Jahre halbiert sich durch das sogenannte Halving die Menge neu erzeugter Bitcoin. Dadurch verlangsamt sich die Geldschöpfung kontinuierlich, bis sie langfristig gegen null tendiert.
Aus Sicht der österreichischen Schule der Nationalökonomie erfüllt Bitcoin damit eine Eigenschaft, die historisch in dieser Form keine Geldformen besaßen: echte und nachprüfbare Knappheit. Während moderne FIAT-Währungen jederzeit ausgeweitet werden können, ist die Geldmenge bei Bitcoin mathematisch begrenzt und für alle Marktteilnehmer transparent.
Bereits heute zeigt sich ein weiteres bemerkenswertes Phänomen: Die Nachfrage übersteigt zunehmend das neu entstehende Angebot. Institutionelle Investoren, Unternehmen und langfristige Sparer akkumulieren Bitcoin schneller, als neue Coins durch Mining entstehen. Gleichzeitig sinken die Bestände auf den Börsen. Aktuell befinden sich dort nur noch rund 2,4 Millionen Bitcoin, von denen jedoch ein erheblicher Teil gar nicht aktiv zum Verkauf steht.
Warum jede FIAT-Währung langfristig scheitert – Die ökonomische Logik hinter dem Geldsystem
Die Geschichte des Geldes zeigt ein klares Muster: Nahezu jede FIAT-Währung scheitert früher oder später. Schätzungen zufolge sind in der Geschichte bereits über 600 staatliche Papierwährungen verschwunden oder durch neue ersetzt worden. Manche kollabierten abrupt durch Hyperinflation, andere verloren über Jahrzehnte schrittweise ihre Kaufkraft.
Der Grund liegt in der Struktur des Systems. FIAT-Geld kann politisch beliebig vermehrt werden. Sobald die Geldmenge schneller wächst als die reale Wirtschaft, verliert jede einzelne Geldeinheit an Kaufkraft.
Diese Entwicklung lässt sich auch in den letzten zwanzig Jahren beobachten. In Argentinien stieg der Wechselkurs von etwa 3 Peso pro Dollar im Jahr 2005 auf über 1.400 Peso, ein Wertverlust von über 99 %. Die türkische Lira verlor seit 2005 rund 95 % ihres Wertes gegenüber dem Dollar. Der iranische Rial fiel im selben Zeitraum von etwa 9.000 auf über 1,4 Millionen Rial pro Dollar.
Doch selbst große Weltwährungen zeigen langfristige Entwertung. Seit etwa 2005 hat der US-Dollar rund 45 % seiner Kaufkraft verloren, der Euro etwa 40 %, das britische Pfund rund 50 % und der japanische Yen etwa 30 %.
Die österreichische Schule der Nationalökonomie erklärt dieses Muster durch den Unterschied zwischen weichem und hartem Geld. Weiches Geld kann politisch ausgeweitet werden und verliert langfristig an Wert. Hartes Geld hingegen ist knapp und entzieht sich politischer Manipulation. Historisch erfüllte Gold diese Rolle. Heute entsteht mit Bitcoin erstmals ein digitales monetäres Gut mit absolut begrenzter Menge von 21 Millionen Einheiten.
