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Kevin Quast Kevin Quast

Warum jede Währung zum Scheitern verurteilt ist – und was die Geschichte der Deflation wirklich zeigt

Stellen Sie sich eine Wirtschaft vor, in der die Preise im Schnitt 2% pro Jahr sinken – und die realen Löhne trotzdem um 2,65% pro Jahr steigen. Klingt unmöglich? Genau das ist in den USA zwischen 1866 und 1897 passiert, über drei Jahrzehnte hinweg, unter dem Goldstandard. Der Grund, warum diese Episode kaum erzählt wird, hat mit dem Geld zu tun, das wir heute in der Tasche haben.

Die Geschichte des Geldes lässt sich in zwei Systeme teilen: Geld, dessen Menge politisch entschieden wird, und Geld, dessen Menge einer festen Regel folgt. Der Unterschied ist keine akademische Fussnote. Im Juli 1946 verdoppelten sich die Preise in Ungarn alle 15 Stunden – der extremste dokumentierte Fall von Hyperinflation der Geschichte, laut der vielzitierten Studie der Ökonomen Steve Hanke und Nicholas Krus. Zum Vergleich: In der Weimarer Republik 1923 dauerte eine Preisverdoppelung rund 3,7 Tage, in Simbabwe 2008 knapp 25 Stunden. Über 50 solcher Episoden sind mittlerweile wissenschaftlich dokumentiert.

Auch ohne Extremfall zeigt der Langzeitvergleich ein klares Muster: Zwischen 1800 und 1913, 113 Jahre unter Gold- und Silberstandard, blieben die US-Preise fast unverändert. Seit 1971, in gut halb so vielen Jahren, hat der US-Dollar rund 87% seiner Kaufkraft verloren, das britische Pfund 94%, selbst der Schweizer Franken, die solideste der verglichenen Währungen, rund zwei Drittel.

Was das für Ihr Kapital bedeutet und warum die konventionelle Sicht auf fallende Preise nur die halbe Wahrheit ist – lesen Sie im vollständigen Artikel.

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