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Kevin Quast Kevin Quast

Umverteilung gegen Armut: Warum am Ende alle ärmer werden

Preisdeckel, Vergesellschaftung, Umverteilung: Drei Werkzeuge, die immer mit demselben Versprechen antreten. Sie sollen Armut lindern, Mieten senken, Grundnahrungsmittel bezahlbar machen. Die Wahl in Berlin am 20. September 2026, bei der Die Linke mit 25,7 Prozent stärkste Kraft wurde, zeigt gerade in Echtzeit, wie dieses Versprechen aussieht, bevor die Rechnung kommt. Rund 220'000 Wohnungen sollen vergesellschaftet, ein neuer Mietendeckel eingeführt werden.

Zwei historische Fälle zeigen, wohin dieser Weg führt, wenn man ihn konsequent zu Ende geht. In der DDR lag das Bruttoinlandsprodukt 1989 bei nur einem Zehntel des westdeutschen Niveaus, während der Staat Brot künstlich so billig hielt, dass Bauern es an ihre Schweine verfütterten, statt Getreide zu kaufen. In Argentinien trieben Jahrzehnte staatlicher Preiskontrollen und Geldschöpfung die Inflation 2023 auf 211,4 Prozent, den höchsten Wert seit 32 Jahren, während die Armutsquote zeitweise über 40 Prozent lag.

Der gemeinsame Nenner ist immer derselbe: Ein Preis ist kein Willkürakt der Reichen, sondern ein Signal für Knappheit. Wird dieses Signal per Gesetz abgeschafft, verschwindet nicht die Knappheit, sondern nur ihre Sichtbarkeit, bis sie sich in Wartelisten, leeren Regalen oder Kapitalflucht zeigt.

Warum Umverteilung über Preisdeckel fast immer beim Mangel endet, was die DDR und Argentinien lehren, und was Berlin heute gerade wiederholt – lesen Sie im vollständigen Artikel.

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