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Salz im Badewasser – und wieviel Unzen Gold kostete eine Waschmaschine 1999?
Als ich neulich in der Badewanne sass und Salz ins Wasser gab, recherchierte ich welche positiven Effekte das haben könnte. Die Antwort überraschte mich. Und dann – ich weiss nicht mehr genau warum, vielleicht weil warmes Wasser die Gedanken schweifen lässt – kam mir plötzlich eine komplett andere Frage: Wieviel Gold kostete eine Waschmaschine 1999 zur Einführung des Euros – und was kostet sie heute?
1999 kostete eine solide Waschmaschine mittlerer Klasse rund 2,2 Unzen Gold. Heute kostet dieselbe Maschine – mittlere Klasse, solide Qualität, ähnliche Leistung – noch etwa 0,25 Unzen Gold. Das entspricht einem Rückgang von rund 89 %. Dieselbe Maschine. Derselbe Preis in Euro. Aber in Gold gemessen fast neunmal günstiger.
Die Jahresstromrechnung eines durchschnittlichen Haushalts kostete 1999 noch 1,56 Unzen Gold – heute noch 0,55 Unzen. Ein Rückgang von rund 65 %. Dasselbe Muster bei einem hochwertigen italienischen Massanzug: Früher 6 Unzen Gold. Heute noch 1,5 bis 2 Unzen. Ein Rückgang von rund 70 bis 75 %.
Das durchschnittliche Monatseinkommen in Italien lag 1999 bei rund 4,8 Unzen Gold. Heute sind es noch etwa 0,77 Unzen Gold. Ein Rückgang von rund 84 %. Nominal gestiegen. In Gold gemessen auf weniger als ein Sechstel geschrumpft.
1999 kostete die Waschmaschine fast die Hälfte eines Monatslohns in Gold. Heute kostet sie noch ein Drittel davon.
Warum werden Güter in Euro teurer, in Gold gemessen aber günstiger? Warum sind Löhne in Gold gemessen gesunken, obwohl sie nominal stiegen? Was kostet eine Waschmaschine in Bitcoin? Warum kaufen Zentralbanken weltweit mehr Gold als je zuvor – und was hat das mit Bitcoin zu tun? Und was hat Salz im Badewasser damit zu tun? Diese Fragen – und ihre Antworten – beantwortet der vollständige Artikel.
Bitcoin im Wettbewerb der Währungen. Geldtheorie, Marktprozess und die Frage nach stabilem Geld im digitalen Zeitalter
Bitcoin ist längst nicht mehr nur Spekulationsobjekt. Es ist zu einem echten Stresstest für das Fiat-Geldsystem geworden – ein System, das auf Verschuldung, Zentralbanksteuerung und staatlichem Währungsmonopol basiert. Im Podcast „Dezentral & Direkt“ diskutieren Markus Krall und Roman Reher genau diese Bruchlinie. Beide lehnen das staatliche Geldmonopol ab und plädieren für einen Wettbewerb der Währungen – ganz im Sinne der Österreichischen Schule.
Der entscheidende Unterschied liegt jedoch in der Frage der Stabilität: Kann Bitcoin zu stabilem Geld werden – oder bleibt er ein volatiles Asset ohne langfristige monetäre Qualität?
Krall argumentiert klar: Ohne stabile Kaufkraft kann Bitcoin keine Recheneinheit sein – und damit kein echtes Geld. Stabilität ist für ihn Voraussetzung, nicht Ergebnis.
Reher hingegen betrachtet Bitcoin als Marktprozess. Stabilität entsteht seiner Ansicht nach nicht vorab, sondern entwickelt sich durch wachsende Liquidität, zunehmende Markttiefe und globale Verteilung. Monetisierung ist ein dynamischer Prozess – kein Zustand.
Auch Gold wird neu bewertet. Krall verteidigt es als bewährten Wertspeicher. Reher entgegnet, dass Gold im digitalen Zeitalter fast zwangsläufig in ein System aus Zertifikaten, Verwahrstellen und Versprechen überführt wird – und damit erneut auf Vertrauen statt auf überprüfbarer Eigentümerschaft beruht.
Am Ende steht kein Dogma, sondern ein offener Wettbewerb. Die Frage bleibt: Muss Stabilität vor der Monetisierung existieren – oder entsteht sie erst durch sie?
