Zusammenfassung
Rund 81'000 Dollar, gut 36 Prozent unter dem Allzeithoch, und täglich Kursbewegungen wie bei einer Technologieaktie. Kein Wunder, dass ein Leser kürzlich auf LinkedIn fragte, ob man Bitcoin nun als Investment, als Zahlungsmittel oder als beides betrachten soll.
Die ehrliche Antwort: Bitcoin passt in keine der gewohnten Schubladen. Es ist keine Aktie, denn es gibt kein Unternehmen, keinen Gewinn, keine Dividende und niemanden, der Ihnen etwas schuldet. Die US-Behörden SEC und CFTC haben Bitcoin im März 2026 gemeinsam als "digital commodity" eingeordnet, also als digitalen Rohstoff, dessen Wert aus Angebot und Nachfrage entsteht und nicht aus der Arbeit eines Managements. Die FINMA führt Kryptowährungen seit 2018 als Zahlungstoken. Die Steuerverwaltung behandelt sie als Vermögen. Jede Behörde wählt eine andere Schublade.
Eine Währung im Alltag ist Bitcoin ebenfalls noch nicht. In Locarno kann man an rund 70 Orten mit Lightning bezahlen, gerechnet wird aber weiterhin in Franken. Wer erwartet, dass sein Geld an Kaufkraft gewinnt, gibt es ungern aus.
Am nächsten kommt Bitcoin dem Gold, mit einem entscheidenden Unterschied: Die Goldmenge wächst jedes Jahr um rund 1,7 Prozent, egal wie hoch der Preis steigt. Bei Bitcoin sind es heute etwa 0,8 Prozent, und ab 2028 halbiert sich dieser Wert erneut.
Warum sich Bitcoin trotzdem kurzfristig wie eine Aktie verhält, was gegen diese Einordnung spricht und wie man Bitcoin als Sparer praktisch betrachten kann, lesen Sie im vollständigen Artikel.
Die Frage hinter der Frage
Unter einem unserer letzten Beiträge schrieb ein Leser, er sei Bitcoin-Neuling und verstehe den Text so, als ginge es um eine Aktie, bei der man auf einen Kursanstieg wartet. Ob man Bitcoin also als Investment sehen müsse, als langfristiges Zahlungsmittel mit hoher Volatilität oder als Kombination aus beidem.
Die Frage ist besser, als sie auf den ersten Blick wirkt. Denn wer Bitcoin in die falsche Schublade legt, bewertet es mit den falschen Massstäben. Wer es für eine Aktie hält, sucht nach Gewinnen, die es nicht gibt. Wer es für eine Währung hält, wundert sich, dass kaum jemand damit seine Miete bezahlt. Und wer es nur für Spekulation hält, verpasst die Frage, warum Pensionskassen, börsenkotierte Unternehmen und inzwischen auch Staaten es halten.
Warum Bitcoin überhaupt einen Wert hat und weshalb der Vergleich mit Tulpen oder Briefmarken nicht trägt, haben wir bereits im Artikel Ist Bitcoin eine Tulpenblase, Briefmarkensammlung oder Gold? ausführlich behandelt. Hier geht es um etwas anderes: Was ist Bitcoin, wenn man es einordnen will, und was folgt daraus für jemanden, der einen Teil seines Ersparten darin halten möchte?
Keine Aktie: Niemand schuldet Ihnen etwas
Eine Aktie ist ein Anteil an einem Unternehmen. Wer eine Aktie von Nestlé oder Novartis kauft, besitzt einen kleinen Teil eines Betriebs, der Produkte verkauft, Gewinne erzielt, Löhne bezahlt und Dividenden ausschüttet. Der Wert der Aktie lässt sich, zumindest theoretisch, aus den künftigen Gewinnen ableiten. Deshalb gibt es Kennzahlen wie das Kurs-Gewinn-Verhältnis, und deshalb kann ein schlechtes Management den Wert eines Unternehmens zerstören.
Bitcoin hat nichts davon. Es gibt keine Firma, keinen Verwaltungsrat, keine Bilanz und keinen Cashflow. Niemand entscheidet, wie viele neue Einheiten ausgegeben werden, und niemand kann eine Kapitalerhöhung beschliessen, die bestehende Halter verwässert. Genau das war auch die Begründung der amerikanischen Börsenaufsicht SEC und der Rohstoffaufsicht CFTC, als sie Bitcoin am 17. März 2026 in einer gemeinsamen Auslegung als "digital commodity" einstuften, also ausdrücklich nicht als Wertpapier. Der Wert eines solchen Gutes, so die Behörden, entsteht aus dem Funktionieren des Netzwerks und aus Angebot und Nachfrage, nicht aus den unternehmerischen Anstrengungen Dritter.
Daraus folgt ein Unterschied, der oft übersehen wird. Eine Aktie im Depot ist letztlich eine Forderung: gegenüber der Bank, die das Depot führt, gegenüber der Verwahrstelle und am Ende gegenüber dem Unternehmen selbst. Bitcoin dagegen ist, wenn man ihn selbst verwahrt, keine Forderung gegen irgendjemanden. Es ist ein Inhaberwert, vergleichbar mit einem Goldvreneli in der eigenen Schublade. Es gibt keinen Emittenten, der Konkurs gehen kann, und keine Bank, die Auszahlungen einschränken kann. Dieser Vorteil verschwindet allerdings, sobald man Bitcoin über einen ETF oder eine Handelsplattform hält. Dann besitzt man wieder eine Forderung, nur eben auf Bitcoin statt auf Franken, Euro oder Dollar.
Der Preis dafür: Ohne Gewinne gibt es auch keinen "fairen Wert", den man ausrechnen könnte. Der Bitcoin-Preis ist schlicht das, was Käufer und Verkäufer in diesem Moment füreinander bezahlen. Das macht ihn schwankungsanfällig, und es ist der Grund, weshalb klassische Investoren wie Warren Buffett Bitcoin über Jahre abgelehnt haben.
Warum es sich trotzdem wie eine Aktie anfühlt
Wer den Kurs der letzten Wochen verfolgt, versteht die Verwirrung. Bitcoin steht Mitte Oktober 2026 bei rund 81'000 Dollar beziehungsweise rund 68'000 Franken oder 72’000 Euro, gut 36 Prozent unter dem Allzeithoch von 126'277 Dollar aus dem Oktober 2025. Und er bewegt sich derzeit erstaunlich parallel zu den Technologieaktien: Die Korrelation zwischen Bitcoin und dem Nasdaq lag über die letzten 30 Tage bei rund 0,71, was in der Statistik als stark gilt.
Das hat weniger mit Bitcoin selbst zu tun als mit den Menschen und Institutionen, die ihn handeln. Seit der Einführung der Spot-ETFs in den USA liegt ein wachsender Teil der Bitcoin bei denselben Fonds, Vermögensverwaltern und Hedgefonds, die auch Aktien halten. Wenn diese wegen Zinsen, Konjunkturdaten oder Liquiditätsengpässen Risiko abbauen, verkaufen sie beides gleichzeitig. Kurzfristig wird Bitcoin damit wie eine Risikoanlage gehandelt, unabhängig davon, was er seinem Wesen nach ist.
Auch die Schwankungen sind real, wenn auch kleiner als früher. Die annualisierte Volatilität lag 2026 bisher bei rund 46 Prozent, nach etwa 84 Prozent im Jahr 2018, als Bitcoin 73 Prozent seines Wertes verlor. Seit Anfang 2024 gab es bei Bitcoin 26 Handelstage mit aussergewöhnlich starken Ausschlägen, beim S&P 500 waren es 16, beim Gold 12. Bitcoin ist ruhiger geworden, aber ruhig ist er nicht. Ob das aktuelle Niveau bereits das Tief dieses Zyklus ist, weiss niemand.
Keine Währung, jedenfalls noch nicht
Ökonomen unterscheiden drei Funktionen von Geld: Tauschmittel, Wertaufbewahrungsmittel und Recheneinheit. Der Schweizer Franken erfüllt alle drei. Bitcoin erfüllt im Alltag bisher vor allem die erste und teilweise die zweite.
Bezahlen funktioniert. In der Region Locarno akzeptieren rund 70 und im ganzen Tessin rund 700 Geschäfte, Restaurants und Dienstleister Bitcoin über das Lightning-Netzwerk, die Zahlung dauert wenige Sekunden und kostet Bruchteile eines Rappens. Aber kaum jemand rechnet in Bitcoin. Der Kaffee kostet 4.50 Franken, und die Kasse rechnet diesen Betrag im Moment der Zahlung in Satoshi um. Solange Preise, Löhne und Mieten in Franken festgelegt werden, bleibt Bitcoin im Alltag ein Zahlungsweg und keine eigene Währung.
Es gibt dafür einen Grund, den schon Thomas Gresham im 16. Jahrhundert beschrieben hat: Wenn zwei Geldarten nebeneinander umlaufen, geben die Menschen das schlechtere aus und behalten das bessere. Wer erwartet, dass sein Franken über die Jahre an Kaufkraft verliert und sein Bitcoin an Kaufkraft gewinnt, bezahlt den Kaffee mit Franken. Dass Bitcoin heute wenig zum Bezahlen genutzt wird, ist deshalb nicht nur eine Schwäche, sondern auch ein Hinweis darauf, wie ihn seine Halter sehen.
Friedrich August von Hayek hat 1976 in "Die Entnationalisierung des Geldes" vorgeschlagen, private Währungen in freien Wettbewerb mit staatlichem Geld treten zu lassen. Die Menschen würden dann selbst entscheiden, welches Geld ihre Kaufkraft am besten erhält. Hayek ging allerdings davon aus, dass der Staat diesen Wettbewerb erst zulassen müsste. Bitcoin macht ihn technisch möglich, legal ist er aber nicht überall. In Russland etwa dürfen Bitcoin seit dem neuen Digitalasset-Gesetz zwar gekauft und gehalten werden, Zahlungen für Waren und Dienstleistungen im Inland bleiben jedoch verboten. Was ein Staat nicht kann, ist das Netzwerk selbst abschalten. Eine Überweisung von Wallet zu Wallet braucht keine Bank, die sie ausführt, und keine Behörde, die sie genehmigt. Ein Verbot macht die Nutzung illegal, aber nicht unmöglich. Der Staat entscheidet bei Bitcoin also weiterhin, was erlaubt ist, aber nicht mehr, was technisch funktioniert. Ob Bitcoin den Wettbewerb gewinnt, ist offen. Dass er sich zuerst als Wertspeicher durchsetzt und erst später als Tauschmittel, entspricht aber der historischen Reihenfolge, die wir im Tulpen-Artikel nachgezeichnet haben.
Am ehesten Gold, aber mit einem anderen Angebot
Wenn man Bitcoin unbedingt in eine bestehende Schublade legen will, passt Gold am besten. Beide werfen keinen Ertrag ab, beide sind keine Forderung, und bei beiden entsteht der Preis allein aus Angebot und Nachfrage. Der entscheidende Unterschied liegt auf der Angebotsseite.
Die Minen förderten 2025 laut World Gold Council rund 3'672 Tonnen Gold. Bei einem oberirdischen Bestand von rund 222'600 Tonnen wächst die Goldmenge damit jedes Jahr um etwa 1,7 Prozent. Und wenn der Goldpreis steigt, lohnt es sich, mehr zu fördern und auch schwierigere Lagerstätten zu erschliessen. Das Angebot reagiert auf den Preis.
Bei Bitcoin tut es das nicht. Seit dem Halving im April 2024 entstehen pro Block 3,125 neue Bitcoin, das sind etwa 450 pro Tag und rund 0,8 Prozent pro Jahr. Von den maximal 21 Millionen sind heute knapp 19,95 Millionen ausgegeben, also rund 95 Prozent. Im Frühjahr 2028 halbiert sich die Neuausgabe erneut. Ob der Preis bei 20'000 oder bei 200'000 Dollar steht, ändert daran nichts. Diese Eigenschaft hat kein anderes Gut.
Gold hat dafür etwas, das Bitcoin fehlt: eine Geschichte von mehreren tausend Jahren, eine industrielle und kulturelle Nachfrage und die Gewissheit, dass es auch ohne Strom und Internet existiert. Bitcoin ist 17 Jahre alt. Das ist für eine neue Geldform nicht wenig, aber es ist auch kein Beweis.
Teilbar, prüfbar, mitnehmbar
Neben dem Angebot gibt es drei praktische Eigenschaften, bei denen sich Gold und Bitcoin deutlich unterscheiden. Sie klingen technisch, entscheiden aber darüber, wie gut sich ein Gut im Alltag als Geld eignet.
Die erste ist die Teilbarkeit. Ein Bitcoin lässt sich in 100 Millionen Einheiten teilen, die nach dem Erfinder Satoshi benannt sind. Bei einem Kurs von rund 68'000 Franken ist ein Satoshi heute weniger als ein Zehntelrappen wert. Damit lässt sich ein Kaffee genauso bezahlen wie eine Liegenschaft, ohne dass irgendetwas umgerechnet, eingeschmolzen oder gewechselt werden muss. Gold ist zwar ebenfalls teilbar, aber nur mit Aufwand. Ein Gramm kostet heute rund 110 Franken, und je kleiner der Barren, desto höher der Aufpreis gegenüber dem reinen Metallwert. Mit einem Gramm Gold bezahlt niemand ein Mittagessen.
Die zweite ist die Prüfbarkeit. Ob ein Goldbarren echt ist, lässt sich ohne Fachwissen und Geräte kaum feststellen, und mit Wolfram gefüllte Fälschungen tauchen immer wieder auf. Wie viel Gold insgesamt existiert, weiss ohnehin niemand genau, der Bestand von rund 222'600 Tonnen ist eine Schätzung. Bei Bitcoin kann jeder, der einen eigenen Knoten betreibt, jede einzelne Transaktion seit 2009 und die gesamte Menge im Umlauf selbst nachrechnen, ohne einer Bank, einer Raffinerie oder einer Statistik vertrauen zu müssen. Ehrlicherweise tun das die wenigsten. Die meisten Nutzer verlassen sich auf eine App oder eine Handelsplattform. Aber die Möglichkeit besteht, und sie ist der Grund, weshalb sich bisher niemand neue Bitcoin ausserhalb der Regeln verschaffen konnte.
Die dritte ist die Transportierbarkeit. Eine Million Franken in Gold wiegen heute etwa neun Kilogramm. Das lässt sich tragen, aber nicht unauffällig, nicht schnell und nicht ohne Fragen an der Grenze. Den Gegenwert in Bitcoin, knapp 15 Stück, kann man über eine Wiederherstellungsphrase von 12 oder 24 Wörtern überall auf der Welt wieder zugänglich machen, und eine Überweisung über das Netzwerk dauert unabhängig von der Distanz ungefähr gleich lang. Das ist ein echter Vorteil, aber auch eine Verantwortung. Wer diese Wörter verliert, verliert die Bitcoin. Wer sie preisgibt, ebenfalls.
Gold ist hart, aber schwer. Bitcoin ist ebenso knapp, aber leicht. Für die Frage, ob ein Gut eines Tages auch als Tauschmittel taugt, ist dieser Unterschied nicht nebensächlich.
Auch die Behörden finden keine einheitliche Schublade
Wie schwer die Einordnung ist, zeigt ein Blick auf die Behörden. Die FINMA unterscheidet seit ihrer Wegleitung vom Februar 2018 zwischen Zahlungstoken, Nutzungstoken und Anlagetoken und nennt Kryptowährungen als Beispiel für Zahlungstoken, also nicht als Wertpapiere. Die amerikanischen Aufsichtsbehörden sprechen seit März 2026 von einem digitalen Rohstoff. Die Schweizer Steuerbehörden behandeln Bitcoin bei Privatpersonen als bewegliches Vermögen: Er unterliegt der Vermögenssteuer zum Jahresendkurs der Eidgenössischen Steuerverwaltung, Kursgewinne bleiben steuerfrei, solange man nicht als gewerbsmässiger Händler gilt. Italien wiederum besteuert Kapitalgewinne auf Bitcoin ab 2026 mit 33 Prozent.
Zahlungsmittel, Rohstoff, Vermögen: Jede Behörde wählt die Schublade, die zu ihrer eigenen Aufgabe passt. Das ist kein Widerspruch, sondern eine ziemlich genaue Beschreibung dessen, was Bitcoin ist.
Was gegen diese Einordnung spricht
Wer Bitcoin als langfristigen Wertspeicher sieht, sollte die Gegenargumente kennen, und einige davon sind ernst zu nehmen.
Das erste ist die kurze Geschichte. Ein Wertspeicher muss sich über Generationen bewähren, nicht über eineinhalb Jahrzehnte. Rückgänge von 70 bis 80 Prozent gehörten bisher zu jedem Zyklus, und wer in solchen Phasen auf sein Geld angewiesen ist, erlebt Bitcoin nicht als Wertspeicher, sondern als Verlust. Zwar muss heute niemand mehr zwingend verkaufen, um an Liquidität zu kommen. Kredite mit Bitcoin als Sicherheit, ähnlich einem Lombardkredit auf ein Wertschriftendepot, sind inzwischen ziemlich einfach zu bekommen. Das Problem verschwindet damit aber nicht, es verschiebt sich nur. Fällt der Kurs stark, verlangt der Kreditgeber zusätzliche Sicherheiten oder verkauft die hinterlegten Bitcoin selbst, und zwar genau dann, wenn der Preis am tiefsten ist. Ausserdem liegen die Bitcoin während der Laufzeit beim Kreditgeber, also wieder bei einer Gegenpartei. Wer einen solchen Kredit aufnimmt, sollte ihn deshalb nur sehr vorsichtig belehnen. Das zweite ist die Bewertungsfrage. Wer wie Buffett nur Güter akzeptiert, die einen Ertrag abwerfen, wird bei Bitcoin nie einen Wert finden, und diese Sicht ist in sich schlüssig. Das dritte sind politische und technische Risiken: Staaten können Handel und Verwahrung erschweren, Börsen können ausfallen, und wer seine Bitcoin selbst verwahrt, trägt die volle Verantwortung für seine Schlüssel. Ein verlorenes Backup ersetzt keine Bank.
Schliesslich zeigt die aktuelle Korrelation mit dem Nasdaq, dass Bitcoin in Stressphasen bisher nicht als sicherer Hafen funktioniert hat. Gold steigt in Krisen oft, Bitcoin fällt häufig zuerst mit. Wer Bitcoin als Absicherung gegen einen Börsencrash kauft, könnte enttäuscht werden.
Wie man Bitcoin praktisch betrachten kann
Was heisst das nun für jemanden, der sich fragt, wie er Bitcoin einordnen soll? Aus unserer Sicht hilft es, Bitcoin weder als Aktie noch als Alltagswährung zu sehen, sondern als knappes, digitales Sparmedium, in dem man einen Teil seiner erarbeiteten Kaufkraft über lange Zeit aufbewahrt.
Daraus ergeben sich ein paar einfache Konsequenzen. Der Zeithorizont sollte mindestens einen vollen Zyklus umfassen, also vier Jahre oder mehr, weil kurzfristige Kursbewegungen wenig über den langfristigen Wert aussagen. Investiert werden sollte nur Geld, das man in dieser Zeit nicht braucht, und der Anteil sollte so bemessen sein, dass ein Rückgang von 50 Prozent den Schlaf nicht raubt. Wer Bitcoin wirklich als Inhaberwert ohne Gegenpartei halten will, verwahrt ihn selbst, etwa auf einer Hardware-Wallet wie der BitBox02. Wer lieber über einen ETF oder eine Bank investiert, kann das tun, sollte aber wissen, dass er damit wieder eine Forderung besitzt.
Und schliesslich lohnt es sich, Bitcoin nicht in Dollar zu denken, sondern in dem, was er im Vergleich zur eigenen Währung leistet. Die Frage ist nicht, ob Bitcoin nächsten Monat steigt, sondern ob das Ersparte in zehn Jahren mehr oder weniger kaufen kann als heute.
Fazit
Bitcoin ist keine Aktie, weil es kein Unternehmen gibt, das Gewinne erwirtschaftet. Er ist noch keine Währung, weil niemand in Bitcoin rechnet. Und er ist kein Gold, weil sein Angebot nicht auf den Preis reagiert und seine Geschichte erst 17 Jahre zählt. Kurzfristig wird er gehandelt wie eine Technologieaktie, langfristig verhält er sich wie ein knappes Gut, dessen Menge niemand ausweiten kann.
Die Unsicherheit über die richtige Schublade ist deshalb kein Zeichen von Unklarheit, sondern von etwas tatsächlich Neuem. Wer Bitcoin verstehen will, sollte nicht fragen, ob er einer Aktie gleicht, sondern ob er besser spart als das Geld, das man heute auf dem Konto hat.
Bitcoin Locarno begleitet Privatpersonen und KMU beim strukturierten und informierten Einstieg in Bitcoin. Vor Ort in der Schweiz und Norditalien oder auch Online. Unabhängig, ohne Eigeninteresse, auf Augenhöhe.
Wählen Sie Ihren nächsten Schritt mit Bitcoin Locarno
Möchten Sie Ihr Wissen vertiefen?
Mit unserer Beratung erhalten Sie eine unabhängige und fundierte Begleitung.
Suchen Sie verlässliche Tools?
In unserem Shop finden Sie sorgfältig ausgewählte Wallets, Bücher und Zubehör.
Möchten Sie mit dem Bitcoin Kauf beginnen?
Wir bieten sichere Lösungen, um Bitcoin strukturiert zu erwerben.
Möchten Sie informiert bleiben? Abonnieren Sie unseren Newsletter.
Unterstützen Sie die Bitcoin-Bildung
Bitcoin Locarno fördert das Verständnis von Bitcoin durch Bildungsinhalte, monatliche Treffen und Aufklärungsarbeit. Mit Ihrem Beitrag unterstützen Sie die Bitcoin-Bildung und helfen dabei, eine informierte und bewusste Gemeinschaft aufzubauen.
⚡ Unterstützen Sie das Projekt mit Bitcoin
https://checkout.opennode.com/p/f2b504f9-26eb-4b22-b312-99a2edfe8664
