2025: $3,64 Bio. Transfer-Volumen, +74 % Händler-wachstum, $100 Mrd. in ETFs und 23 Staaten mit Beständen

Zusammenfassung

Die Entwicklungen des Jahres 2025 markieren keine kurzfristige Marktphase, sondern eine strukturelle Verschiebung innerhalb der globalen Kapitalarchitektur. Institutionelle Kapitalbindung nimmt zu, Unternehmen integrieren das Asset zunehmend in ihre Bilanzstruktur, staatliche Akteure treten als Halter auf, und gleichzeitig wächst die reale Nutzung weltweit deutlich.

Messbar wird diese Entwicklung durch dreistellige Milliardenbeträge in regulierten Investmentvehikeln, eine zunehmende Verankerung in Unternehmensbilanzen, staatliche Bestände in zweistelliger Milliardenhöhe sowie ein globales Transfer-Volumen im Billionenbereich. Gleichzeitig verschiebt sich die Eigentumsstruktur – bei weiterhin dominanter privater Basis.

Parallel dazu nähert sich die Angebotsseite einer monetären Endphase. Über 95 % des maximalen Bestands sind bereits emittiert. Die aktuelle Inflationsrate liegt bei rund 1 % und wird sich nach dem nächsten Halving im Jahr 2028 auf etwa 0,4 % reduzieren. Damit unterschreitet die Angebotsausweitung bereits heute die historische Förderrate von Gold von etwa 1,5–2 % pro Jahr – und wird künftig deutlich darunter liegen.

Für professionelle Kapitalverwalter entsteht damit eine seltene Konstellation: steigende globale Nachfrage, institutionelle Integration und staatliche Beteiligung treffen auf eine algorithmisch fixierte Angebotsstruktur ohne Möglichkeit diskretionärer Ausweitung. Projektionen bis 2036 deuten zudem auf eine signifikante Eigentumsrotation zugunsten institutioneller Marktteilnehmer hin.

Bleibt die entscheidende Frage: Welches Asset verbindet institutionelle Integration, staatliche Beteiligung und eine nahezu fixe Angebotsstruktur?

Institutionelle Kapitalbindung: Vom Randphänomen zur Portfolio-Komponente

Die institutionelle Integration von Bitcoin ist inzwischen quantitativ eindeutig belegbar. Per Ende 2025 verwalten Spot-ETFs auf Bitcoin-Basis Vermögenswerte von über 100 Milliarden USD.Obwohl der institutionelle Trend deutlich an Fahrt aufgenommen hat, sind bislang erst etwa 6–8 % der effektiv verfügbaren Marktliquidität in regulierten Vehikeln gebunden – mit weiter wachsendem Anteil.

Diese Bestände werden von etablierten Finanzinstituten betreut, unterliegen regulatorischer Aufsicht, standardisiertem Reporting, täglicher NAV-Berechnung und institutionellen Compliance-Prozessen. Es handelt sich nicht um unregulierte Strukturen, sondern um vollständig in den traditionellen Kapitalmarkt integrierte Produkte.

Darüber hinaus zeigen Offenlegungen großer Investmenthäuser, dass mehr als 50 % der führenden US-Hedgefonds Bitcoin-Exposure aufgebaut haben. Über 2 000 registrierte Investmentberater verwalten Mandate mit entsprechender Allokation.

Die Kapitalbindung ist strukturell. 100 Milliarden USD in ETFs repräsentieren strategisch verwaltete Bestände – keine kurzfristigen Handelspositionen. Diese Größenordnung unterscheidet sich fundamental von den spekulativen Derivatemärkten früherer Zyklen.

Während Bitcoin im Jahr 2017 noch primär retailgetrieben war, befindet sich heute ein dreistelliger Milliardenbetrag innerhalb regulierter Vehikel im institutionellen Finanzsystem.

Für Asset Manager verschiebt sich damit die Diskussionsebene. Es geht nicht mehr um Legitimität, sondern um Allokationshöhe, Risikobudget, Korrelation und langfristige Portfoliofunktion.

Unternehmensbilanzen: Strategische Reservepolitik

Auch auf Unternehmensebene ist die Entwicklung inzwischen quantitativ belegt. Laut River Report hielten Unternehmen per Ende 2025 rund 1,45 Mio. BTC, was etwa 6,9 % des gesamten Angebots entspricht. Beim damaligen Marktwert entspricht das einem Bilanzvolumen im Bereich von mehreren zehn Milliarden USD.

Allein im Jahr 2025 wurden Unternehmensbestände im Umfang von 54,6 Milliarden USD neu aufgebaut – ein Rekordwert und eine Verzehnfachung gegenüber 2021, als dieser Wert noch bei rund 5,7 Milliarden USD lag.

Diese Zahlen zeigen, dass es sich nicht mehr um Einzelfälle handelt. Bitcoin ist in Corporate-Treasury-Strategien angekommen.

In einem Umfeld strukturell erhöhter Staatsverschuldung, real negativer Verzinsung vieler Cash-Positionen und anhaltender monetärer Expansion stellt sich für CFOs zunehmend die Frage nach realer Werterhaltung überschüssiger Liquidität. Klassische Cash-Reserven tragen Inflationsrisiko, Staatsanleihen unterliegen fiskalischer Bonitätsentwicklung und Zinszyklen.

Bitcoin wird in diesem Kontext nicht als Ersatz operativer Liquidität betrachtet, sondern als strategische Reservekomponente innerhalb der Kapitalstruktur.

Die Branchenbreite unterstreicht die Normalisierung. Der River Report dokumentiert Unternehmensbestände in Sektoren wie Immobilien, Beratung, Technologie, Mining-Services, Hospitality und Infrastruktur. Es handelt sich nicht um ein isoliertes Technologiephänomen, sondern um eine sektorübergreifende Entwicklung.

Mit 6,9 % des Gesamtangebots in Unternehmenshand entsteht eine neue strukturelle Kategorie: Bitcoin als bilanzielle Reserveposition – vergleichbar mit strategischen Rohstoff- oder Goldbeständen früherer Jahrzehnte.

Die Integration erfolgt dabei zunehmend rational, bilanziell begründet und risikoadjustiert – nicht ideologisch.

Staaten als strategische Marktteilnehmer

Per Ende 2025 halten 23 Staaten Bitcoin-Bestände. Laut River Report summieren sich diese auf rund 432 000 BTC, was etwa 2,1 % des gesamten Angebots entspricht.

In absoluten Zahlen entspricht das – je nach Bewertungszeitpunkt – einem Gegenwert im zweistelligen Milliardenbereich. Für staatliche Haushalte ist das keine symbolische Position mehr, sondern eine bilanziell relevante Größe.

Die Ursprünge dieser Bestände sind unterschiedlich. Ein Teil stammt aus beschlagnahmten Vermögenswerten im Rahmen strafrechtlicher Verfahren. Andere Staaten verfügen über Bestände aus staatlich unterstütztem Mining oder direkten Käufen. In einzelnen Fällen wurden strategische Allokationen vorgenommen, teilweise auch über staatsnahe Fonds.

Unabhängig vom Ursprung ist die strukturelle Aussage entscheidend: 2,1 % des global begrenzten Angebots befinden sich in staatlicher Hand.

Gleichzeitig zeigen regulatorische Entwicklungen eine breitere institutionelle Öffnung. Laut River Report haben 49 Länder regulatorische Klarheit im Umgang mit Bitcoin geschaffen. 34 Jurisdiktionen erlauben börsengehandelte Produkte wie ETFs oder ETPs. In den USA wurde 2025 die institutionelle Verwahrung durch Banken regulatorisch gestärkt.

Diese Zahlen zeigen: Bitcoin ist kein rein marktbasiertes Randphänomen mehr. Er ist Teil staatlicher Bilanzrealität und regulatorischer Infrastruktur geworden.

Für geopolitisch denkende Investoren ist das relevant. Ein Asset, das von 23 Staaten gehalten wird und gleichzeitig in regulierten Vehikeln in über 30 Jurisdiktionen gehandelt werden darf, hat eine andere strukturelle Verankerung als ein rein spekulatives Nischeninstrument.

Bitcoin bewegt sich damit klar in den Bereich staatlicher und regulatorischer Realität – ohne selbst staatlich kontrolliert zu sein.

Reale Nutzung: Globales Settlement-System

Neben der Kapitalmarktintegration wächst die operative Nutzung messbar. Laut River Report wurden im Jahr 2025 über das Bitcoin-Netzwerk Werte im Umfang von rund 3,64 Billionen USD transferiert.

Diese Zahl steht nicht für Spekulation, sondern für tatsächliche Wertübertragung. Sie umfasst On-Chain-Transaktionen und zeigt, dass Bitcoin als Settlement-Infrastruktur genutzt wird – global, grenzüberschreitend und ohne zentrale Gegenpartei.

Parallel dazu überschritt das Lightning-Netzwerk erstmals ein monatliches Volumen von über 1,1 Milliarden USD. Gegenüber zwei Jahren zuvor entspricht das einem Wachstum von über 300 %. Die durchschnittliche Transaktionsgröße lag zuletzt bei rund 223 USD, was darauf hindeutet, dass das Netzwerk zunehmend für substanzielle Transfers genutzt wird – nicht ausschließlich für Mikrozahlungen.

Auch auf der Akzeptanzseite ist die Entwicklung klar. Die Händlerintegration stieg im Jahresvergleich um 74 %. Zahlungsdienstleister und POS-Systeme erweitern ihre Infrastruktur, wodurch Bitcoin zunehmend in bestehende Abwicklungsprozesse eingebettet wird.

Diese Zahlen zeigen, dass Bitcoin nicht nur als Wertaufbewahrungsmittel gehalten wird, sondern operativ genutzt wird – als globales Settlement-System mit planbarer Emissionsstruktur.

In einer geopolitisch fragmentierten Welt, in der Zahlungsströme durch Sanktionen, Kapitalverkehrskontrollen oder politische Entscheidungen beeinflusst werden können, entsteht hier eine alternative Abwicklungsinfrastruktur.

Für Investoren ist diese funktionale Dimension entscheidend. Ein Asset, über das jährlich 3,64 Billionen USD transferiert werden, besitzt ökonomische Substanz. Die Nutzung erklärt die Kapitalbindung – nicht umgekehrt.

Angebotsmechanik: Monetäre Knappheit unterhalb der Gold-Förderrate

Bitcoin befindet sich strukturell in einer monetären Endphase. Von maximal 21 000 000 BTC sind rund 19 996 000 BTC bereits emittiert – über 95 % des Gesamtangebots. Verbleibend sind lediglich etwa 1 040 000 BTC, die sich über Jahrzehnte planmäßig verteilen werden.

Die aktuelle Inflationsrate liegt bereits heute bei unter 1 % pro Jahr. Nach dem nächsten Halving im Jahr 2028 wird sie auf rund 0,4 % sinken. Damit liegt die monetäre Ausweitung von Bitcoin schon heute unterhalb der historischen Gold-Förderrate von etwa 1,5–2 % pro Jahr – und wird künftig deutlich darunter liegen.

Parallel dazu sinkt die tatsächlich verfügbare Marktliquidität. Die auf Börsen gehaltenen Bestände reduzierten sich von rund 3,4 Mio. BTC im Jahr 2024 auf etwa 2,5 Mio. BTC Anfang 2026. Das entspricht einem Rückgang von rund 900 000 BTC innerhalb weniger Quartale.

Bei einem zirkulierenden Bestand von knapp 20 Mio. BTC bedeutet das: Nur rund 12–13 % des Gesamtangebots befinden sich unmittelbar in Handelsliquidität. Über 87 % sind langfristig gebunden – in Cold Storage, Unternehmensbilanzen, staatlichen Beständen oder institutionellen Verwahrstrukturen.

Damit entsteht eine seltene Marktstruktur: Eine monetäre Basis mit bereits heute geringerer Inflationsrate als Gold, sinkender Neuemission, rückläufiger Börsenliquidität und wachsender institutioneller Kapitalbindung.

Für professionelle Kapitalverwalter ist diese Konstellation entscheidend. Nachfrage trifft nicht nur auf ein begrenztes Angebot, sondern auf ein Angebot, das zunehmend immobilisiert ist.

Bitcoin kombiniert damit eine striktere Angebotsdisziplin als Gold mit einer globalen, digitalen Settlement-Fähigkeit – eine Struktur, die langfristig andere Preisbildungsmechanismen begünstigt als bei Vermögenswerten mit flexibler Produktionsausweitung.

Eigentumsstruktur: Private Dominanz trotz Institutionalisierung

Trotz wachsender institutioneller Integration befindet sich die Mehrheit des Angebots weiterhin in privater Hand. Per Ende 2025 halten Individuen rund 14,01 Mio. BTC, was etwa 66,7 % des Gesamtangebots entspricht.

Dem gegenüber stehen:

1,45 Mio. BTC (6,9 %) in Unternehmensbilanzen

1,49 Mio. BTC (7,1 %) in Fonds- und ETF-Strukturen

432 000 BTC (2,1 %) in staatlicher Hand

rund 1,61 Mio. BTC (7,7 %) gelten als verloren

etwa 968 000 BTC (4,6 %) werden Satoshi bzw. frühen Mining-Mustern zugerechnet

rund 1,04 Mio. BTC (4,9 %) sind noch nicht emittiert

Diese Zahlen zeigen: Selbst bei dreistelligen Milliardenbeträgen in ETFs und wachsender Unternehmensintegration bleibt die strukturelle Mehrheit dezentral verteilt.

Gleichzeitig ist diese private Mehrheit nicht statisch. On-Chain-Daten zeigen, dass im Laufe der letzten zwei Jahre mehr als 1 Mio. BTC aus langfristig inaktiven Wallets bewegt wurden. Parallel dazu ist die Zahl neuer Wallets mit relevanten Beständen gestiegen.

Das bedeutet: Die Eigentumsbasis erneuert sich kontinuierlich. Frühere Langzeithalter reduzieren Positionen, neue Marktteilnehmer akkumulieren.

Institutionelle Akteure wachsen – sie dominieren jedoch nicht. Selbst wenn man Unternehmens-, ETF- und Staatsbestände zusammenrechnet, liegen diese deutlich unterhalb der privaten Halterquote.

Für Asset Manager ist diese verteilte Eigentumsstruktur relevant. Sie beeinflusst Liquidität, Volatilitätsdynamik und Angebotselastizität.

Bitcoin integriert professionelle Marktteilnehmer, ohne strukturell zentralisiert zu werden – eine Kombination, die in traditionellen Kapitalmärkten selten ist.

Blick nach vorn: Eigentumsverschiebung bis 2036

Wenn sich der aktuelle Trend fortsetzt, verschiebt sich die Eigentumsstruktur innerhalb der kommenden Dekade substanziell.

Die River-Projektion für 2036 deutet auf folgende Verteilung hin (Basis: rund 20,8 Mio. BTC im Umlauf):

Fonds & ETFs:

3,55 Mio. BTC – rund 17 % des Angebots

Heute: ca. 7 %

Veränderung: +10 %, rund +2,05 Mio. BTC

Unternehmen:

6,34 Mio. BTC – rund 30 % des Angebots

Heute: ca. 6,9 %

Veränderung: +23 %, rund +4,89 Mio. BTC

Staaten:

1,78 Mio. BTC – rund 8–9 % des Angebots

Heute: ca. 2,1 %

Veränderung: +6–7 %, rund +1,35 Mio. BTC

Private Individuen:

6,54 Mio. BTC – rund 31–32 % des Angebots

Heute: ca. 66,7 %

Veränderung: –35 %, rund –7,47 Mio. BTC

Verlorene Coins sowie frühe Bestände bleiben strukturell weitgehend konstant.

Was bedeutet diese Verschiebung?

Heute dominieren private Halter klar.

2036 könnte institutionelles Kapital – Fonds, Unternehmen und Staaten zusammen – über 55 % des Angebots kontrollieren.

Das ist keine Emissionsveränderung. Es ist eine Eigentumsrotation.

Und genau hier liegt die strategische Relevanz:

Wenn ein Asset mit nahezu fixer monetärer Basis zunehmend in institutionelle Verwahrung übergeht, reduziert sich das frei handelbare Angebot relativ zum Kapital, das Zugang sucht.

Für professionelle Kapitalverwalter entsteht dadurch eine andere Marktmechanik als in elastischen Systemen:

• keine Angebotsausweitung bei steigender Nachfrage

• keine geldpolitische Reaktion

• keine diskretionäre Verwässerung

Sondern eine reine Verteilungsdynamik.

Und diese Dynamik ist der Kern der nächsten Dekade.

Fazit

Die Zahlen des Jahres 2025 beschreiben keine Episode, sondern eine strukturelle Repositionierung innerhalb der globalen Kapitalarchitektur. Ein Transfer-Volumen von 3,64 Billionen USD, ein Händlerwachstum von 74 %, über 100 Milliarden USD in regulierten ETFs und 23 Staaten mit bilanziellen Positionen markieren eine neue Größenordnung institutioneller und geopolitischer Verankerung.

Parallel dazu ist die monetäre Basis nahezu vollständig emittiert. Mehr als 95 % des maximalen Angebots befinden sich bereits im Umlauf, die Emissionsrate sinkt weiter und wird nach dem nächsten Halving bei rund 0,4 % liegen – deutlich unter der jährlichen Förderrate von Gold. Gleichzeitig reduziert sich die frei handelbare Liquidität, während institutionelle Verwahrung und strategische Bestände zunehmen.

Für professionelle Kapitalverwalter entsteht damit eine seltene Konstellation: wachsende globale Nutzung, zunehmende Kapitalbindung, staatliche Beteiligung und eine algorithmisch fixierte Angebotsstruktur ohne Möglichkeit diskretionärer Ausweitung.

In einer Welt elastischer Geldsysteme, steigender Staatsverschuldung und geopolitisch fragmentierter Zahlungsströme stellt sich damit nicht mehr die Frage nach Existenz oder Legitimität.

Die entscheidende Frage lautet, welche Rolle ein global liquides, nicht verwässerbares Asset mit sinkender monetärer Inflation langfristig in einer Portfolioarchitektur spielen sollte.

Dieses Asset ist Bitcoin.

Quelle: River Report 2026

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Kevin Quast

Il mio viaggio nel mondo di Bitcoin è iniziato nel 2020 durante una passeggiata invernale con un buon amico, che mi ha parlato con entusiasmo di Bitcoin e della sua visione. Da allora, questo tema non mi ha più lasciato!

https://www.bitcoin-locarno.ch
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